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Art. Nr.: 6729
Leibl, Wilhelm
Der Sohn des Dr. Reindl
Der Sohn des Dr. Reindl. Schwarze Kreide auf Bütten. 52,5 x 34 cm. Unten links signiert, datiert und bez. "W. Leibl (18)83 Aibling". Das eindrucksvolle Bildnis fällt in das zeichnerische Werk Leibls der 1880er Jahren, in dem er seine Figuren "ganz einfach, groß, fein modelliert und höchst überlegt in das Blattformat komponiert". Vorliegendes Porträt hat Leibl in bildmäßiger Vollendung ausgeführt. Die Helldunkelkontraste sind bewußt gesetzt, erscheinen aber beruhigter als in seinen Skizzen aus derselben Periode, welche Gemälde des Künstlers vorbereiten. Die Zeichnung ist im Ausst. Kat. "Wilhelm Leibl - Zum 150. Geburtstag", hrsg. von Götz Czymmek und Christian Lenz, München/Köln 1994 auf S. 111 (mit Abb. 6) genannt. - Provenienz: 1931 auf der Auktion bei Rudolf Lepke, Berlin, dort erworben von Otto Gerstenberg, 1935 durch Erbgang an dessen Tochter Margarethe Scharf, Berlin-Dahlem, 1937 vom Berliner Kunsthändler Karl Haberstock erworben und im selben Jahr an Ernst von Simson, ebenfalls Berlin-Dahlem, verkauft, 1938 im Wege der Schenkung an Deutsches Reich, Reichskanzlei, nach dem Krieg Bundesrepublik Deutschland, seit 1966 als Leihgabe an das Kunstmuseum Mühlheim an der Ruhr, 2007 Rückgabe an die rechtmäßigen Erben. - Am äußersten unteren Rand mit blauem Stempel "Städtisches Museum" (Mülheim an der Ruhr) und mit blauem Stift dort bez. "W Lei l Inv.Nr. 1763".
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