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Art. Nr.: 7150
Klimt, Gustav
Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein
Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein (Sitzend nach links, den Kopf dem Betrachter zugewendet). Schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Velin. 55 x 35 cm. Um 1904/05. Mit dem Nachlaßstempel. Alice Strobl, Gustav Klimt, Die Zeichnungen 1878-1918, Band II, Nr. 1254. Margaret Stonborough-Wittgenstein, die Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein, hatte bereits seit ihrer Jugend einen großen intellektuellen Einfluss auf ihren Bruder ausgeübt. Als gefeierte Fin-de-Siècle-Schönheit von Gustav Klimt anlässlich ihrer Verlobung 1904/05 porträtiert, macht sie sich selbst als Sammlerin und Mäzenin um die österreichische Moderne verdient. Sie vergab zahlreiche Aufträge an die Wiener Werkstätte, veranlasste den Ausbau der Villa Toscana in Gmunden und initiierte den Bau des Palais Wittgenstein in Wien, wo ihr Salon zu einem der Zentralisationspunkte österreichischen Geisteslebens wurde. Bedeutend ist auch ihr soziales Engagement, insbesondere ihre Organisation einer amerikanischen Hilfsmission zugunsten hungerleidender Wiener Kinder. In der NS-Zeit verhalf sie zahlreichen Wiener Juden, unter anderen Sigmund Freud, zur Flucht, bis sie schließlich selbst zur Emigration gezwungen wurde. Nach Kriegsende wieder nach Österreich zurückgekehrt, konnte sie während der Ungarnkrise 1956 zum letzten Mal ihr soziales Engagement einbringen und starb 1958 in Wien. Vorliegende Studie bereitet das ganzfigurige Leinwandbildnis der Margaret Wittgenstein vor, das Klimt anläßlich ihrer Hochzeit 1905 mit dem New Yorker Fabrikanten Jerome Stonborough schuf, und das heute in der Neuen Pinakothek in München aufbewahrt wird (s. Ausst. Kat. München, Haus der Kunst, 1964, Nr. 243).
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