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Auktionskalender

Galerie Bassenge
Kunst- und Buchauktionen
, D-14193 Berlin-Grunewald, Website öffnen

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
31. 05. 2008 - 29. 07. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)
Studie, Entwürfe

Art. Nr.: 7152
Klimt, Gustav
Studie für ein Bildnis einer Dame

Studie für ein Bildnis einer Dame in eleganter Robe. Bleistift und blauer Farbstift auf chamoisfarbenem Velin. 56 x 37 cm. Um 1910. Mit dem Nachlaßstempel. Alice Strobl, Gustav Klimt, Die Zeichnungen 1878-1918, Band II, Nr. 2004.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, bei der Dargestellten handle es sich um Adele Bloch-Bauer, Klimts berühmtes Modell, das zugleich seine Mäzenin war. Bei genauerer Betrachtung ist die Ähnlichkeit jedoch nicht mehr so zwingend, und es wird deutlich, dass eine andere, bislang unbekannte Schönheit aus der Ära des Wiener Jugendstils wiedergegeben ist. Ganz offensichtlich resultieren die Gemeinsamkeiten aus der zeitgenössischen Mode, den exotisch hochgesteckten Haaren, die an die Kopfbedeckung einer ägyptischen Königin erinnern und dem langen, mit Plissés und Rüschen gearbeiteten Kleid. Klimt gibt diese Details mit einer unerhörten Leichtigkeit wieder, mit feinen, ondulierenden Linien in Blau, die trotz aller Skizzenhaftigkeit die Pracht der Kleidung erfahrbar werden lassen. Unter dem Kleid treten elegante, tänzelnde Schuhe mit hohen Absätzen hervor, und die ebenfalls nur flüchtig angedeuteten Arme scheinen sich dazu fließend zu bewegen. Passend zu dieser Pose ist der Kopf leicht in den Nacken gelegt. Das mit vornehmer Zurückhaltung subtil angelegte Gesicht entspricht dem weiblichen Schönheitsideal des Künstlers. Die Brauen wölben sich in gleichmäßigen Bögen über schmalen, den Betrachter mit stechendem Blick anschauenden Augen, während der ebenmäßige, leicht geöffnete rote Mund erotische Anziehungskraft verbreitet. Die Wangen sind mit zartem Rot zum Leuchten gebracht. Beispielhaft wird an dieser Zeichnung deutlich, woraus Klimts Schönheitsideal seinen besonderen Reiz bezieht, aus der Ambivalenz zwischen einer sphinxhaften Unnahbarkeit und einer mit Blumen assoziierbaren Weiblichkeit. Ausst. München, Haus der Kunst, 1964, Nr. 252.



Schätzpreis: € 35.000,00
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31.05.08 - Kunst des 20. Jahrhunderts (7000 - 7355)
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