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Art. Nr.: 7142
Kirchner, Ernst Ludwig
Siesta der Frauen
"Siesta der Frauen". Feder in Schwarz, aquarelliert, auf glattem Velin. 56,6 x 37,6 cm. Verso unten links mit Bleistift betitelt. Um 1912/13. Die lebendige, beinahe bis zur Abstraktion aufgelöste Federzeichnung stammt aus Kirchners Berliner Zeit. Nicht nur die fahrige Linienführung, sondern auch der rückseitige Nachlaßstempel mit entsprechender Ortsangabe ermöglichen diese Einordnung. Eine unbekleidete Frau sitzt mit überschlagenen Beinen auf einem Sessel am Ende eines Sofas, auf dem eine zweite Person mit einem Teller hockt. Beide sind einander zugewandt und scheinen sich an den Händen zu halten. Kirchner selbst hat die Szene als "Siesta der Frauen" bezeichnet. Vermutlich sind seine Lebensgefährtin Erna Schilling, die er erst in Berlin kennen gelernt hatte, und ihre Freundin dargestellt. Bemerkenswert ist das flüssige Spiel der Kolorierung, insbesondere der Töne Rot und Gelb, das beide Figuren miteinander in der Fläche verschmelzen lässt und zugleich ihre Körperhaltung betont. Verso mit dem Nachlaßstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der Registriernummer "A Be/Bg 13" sowie den Nummern in Bleistift "K 3781" und "3408". Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Gerd Presler, Weingarten, für freundliche Hinweise. Provenienz: Privatsammlung Rheinland.
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