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Art. Nr.: 7100
Heckel, Erich
Wilhelm Simon Guttmann
Wilhelm Simon Guttmann auf einem roten Sofa. Wasserfarben auf Büttenkarton. 36 x 44 cm. Signiert und datiert. (19)11. Auf der Rückseite eine weitere Darstellung: Blumenstillleben mit gelben Tulpen. Signiert, datiert und betitelt "Erich Heckel 21. Gelbe Tulpen". Heckel malte das Bildnis von Simon Wilhelm Guttmann im Jahr seiner Übersiedlung nach Berlin. Der aus Österreich stammende Guttmann war Schriftsteller und Dichter und hatte gerade die Literaturzeitschrift "Neue Weltbühne" ins Leben gerufen. Er stand in Kontakt zu Georg Heym, mit dem er die frühexpressionistische Literaturvereinigung "Neuer Club" in Berlin frequentierte. Zu Guttmanns Malerfreunden zählten neben Heckel Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff, die ebenfalls von ihm Bildnisse anfertigten (Vgl. beispielsweise Kirchners Holzschnitt Dube 193 und Schmidt-Rottluffs Ölbild aus dem Jahr 1913, Grohmann 1956, S. 257). Heckels Arbeit zeigt den Literaten in schemenhaften Zügen auf einem roten Sofa sitzend. Im Vordergrund steht ein Tisch mit allerlei Gefäßen und einer blauen Vase mit gelben Blumen, wodurch der Bildraum extrem verengt wird. Das leuchtende Grün der Wand kontrastiert mit dem Rot des Sofas. Alles Gegenständliche kippt in die Bildfläche und fügt sich zu einer spannungsvoll ausgewogenen Komposition.
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31.05.08 - Kunst des 20. Jahrhunderts (7000 - 7355)
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