|
Art. Nr.: 7528
Engelmann, Richard
Weiblicher, seitlich sitzender Akt
Weiblicher, seitlich sitzender Akt, vom Rücken gesehen. Radierung auf bräunlichem Bütten. 21 x 19,8 cm (Plattenrand); 48,5 x 33,1 cm (Blattgröße). Unten mittig mit "XXII" beziffert sowie bezeichnet "Platte an Kämmer verkauft 1/4.22" . Um 1922. Von Fritz Mackensen 1913 nach Weimar berufen, gehörte Richard Engelmann zu den Künstlerpersönlichkeiten, die bei der Umgestaltung der Weimarer künstlerischen Lehranstalten in dieser Zeit eine wichtige Rolle spielten. Indes blieb er als "gemäßigt konservativ" arbeitender Bildhauer im Schatten der Protagonisten, die, wie van de Velde oder Gropius, nach außen hin das Geschehen bestimmten und die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Nach Jahren der Ausbildung in München, Florenz und Paris hatte der Künstler 14 Jahre als freischaffender Bildhauer ein Atelier in Berlin betrieben. Es folgte die Berufung nach Weimar. In der Folgezeit wurde der Bildhauer, ein "hervorragender Aktbildner mit Zug ins Monumentale" (Vollmer), vor allem für Kriegerdenkmäler in Anspruch genommen, aber seine Spezialität waren und blieben "in Stein gehauene Frauenkörper von gehaltener Stimmung und sanfter, einfacher Rundung, die sich in ihrer monumentalen Schlichtheit vorzüglich dazu eignen, im Freien in Verbindung mit Gartenarchitektur, Brunnenanlagen umd dergl. aufgestellt zu werden" (Thieme-Becker). Nach Erteilung des Berufsverbots verließ Engelmann 1937 Weimar, und siedelte nach Kirchzarten über. Ausgezeichneter, ganz filigraner Druck mit dem vollen Rand. Minimale Erhaltungsmängel, oben leichter Wasserrrand, sonst schönes Exemplar. Aus dem Nachlass des Künstlers. Selten. Beigegeben: Zwei weitere Radierungen des Künstlers sowie zwei Blatt Zeichnungen mit Aktstudien und einem mit rotem Stift gezeichneten Selbstbildnis.
|