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Art. Nr.: 8152
Kollwitz, Käthe
Ruf des Todes
Ruf des Todes. Kreidelithographie auf glattem, chamoisfarbenem Velinkarton. (Ca 1937). Ca 38 x 39 cm (Darstellung); 64,3 x 53,8 cm (Blattgröße). Von Hans Kollwitz signiert und bezeichnet "Aus dem Nachlaß Käthe Kollwitz". Mit dem Blindstempel "Käthe Kollwitz/Nachlaß". Aus der Auflage von 200 Ex. Klipstein 263 c , Knesebeck 269 c. Blatt 8 der Folge "Tod", hier aus der Nachauflage Herbst 1951. Schöner, differenzierter Druck mit breitem Rand. Das Blatt gibt eine Vorstellung von Kollwitz' Lage unter den Nationalsozialisten wieder. Nach deren Machtergreifung 1933 wurde sie noch im selben Jahr gezwungen aus der Preußischen Akademie der Künste auszutreten. Bereits 1935 verhängte man gegen sie ein inoffizielles Ausstellungsverbot und entfernte ihre Arbeiten aus deutschen Ausstellungen. Diese Darstellung einer alten Frau - ein Selbstbildnis der Künstlerin - deren Schulter sanft von der Hand des Todes berührt wird, bringt eine gewisse Lebensmüdigkeit und Resignation zum Ausdruck. Kollwitz starb am 22. April 1945 kurz vor Ende des Krieges. Den Stein dieser Lithographie fand man nach dem Krieg im Hauptgebäude der Hochschule der Künste in Berlin-Charlottenburg wieder, in dem sie bis 1934 ein Atelier hatte. 1951 ließ Hans Kollwitz von diesem Stein die Auflage von 200 numerierten und von ihm signierten Exemplaren abziehen. Im weißen Rand mit wenigen Gebrauchsspuren, die linke untere Blattkante mit einem kleinen Risschen (ca 5 mm), sonst in tadelloser Erhaltung.
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31.05.08 - Käthe Kollwitz
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