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Art. Nr.: 8134
Kollwitz, Käthe
Helft Rußland
Helft Russland. Kreidelithographie (Umdruck) auf glattem braunen Affichenpapier. (1921). 66,9 x 47 cm (Darstellung mit Schrift); 72,2 x 47,7 cm (Blattgröße). Klipstein 154 (Klipstein unbekannt gebliebener Zwischenzustand nach Veränderung der Schrift); Knesebeck 170 A II (von B). Plakat mit Schrift und der lithographierten Signatur, sowie der Adresse des Druckers am rechten unteren Rand. In großer Auflage erschienen, aber nur wenige Drucke des Plakates erhalten. Knesebeck kennt nur elf Exemplare, davon acht in Museumsbesitz. Am 12. Juni 1921 wandte sich der große, von Käthe Kollwitz sehr verehrte russische Schriftsteller Maxim Gorki, mit einem dramatischen Aufruf an die Weltöffentlichkeit: in Russland und der Ukraine drohte 35 bis 40 Millionen Menschen der Hungertod infolge einer Dürrekatastrophe. Da sich die deutsche Regierung mit Hilfsleistungen schwer tat, unterstützte Käthe Kollwitz die kommunistische Internationale Arbeiterhilfe (IAH). Diese war eigens zur Überwindung der Hungersnot weltweit auf einen Aufruf Lenins an Künstler und Intellektuelle gegründet worden. Bereits am 12. September notierte Käthe Kollwitz in ihr Tagebuch: "Hab ein Plakat gemacht, einen zusammenbrechenden Mann, dem sich helfende Hände entgegenstrecken. Es ist gut - Gott sei Dank." Schöner Druck, vollständig aufgezogen auf weißen Stoff. Am unteren und rechten Rand drei kleinere Risse (ca 2 cm) am linken Rand auf Höhe des Schriftzuges ein größerer Riss (ca 8 cm), welche vor der Kaschierung hinterlegt wurden und durch säurehaltiges Klebematerial hellere Flecken auf dem bräunlichen Papier hervorrufen. Am Oberrand eine kleine Fehlstelle (ca 1 cm) sowie ein nicht hinterlegtes kleines Risschen, die untere linke Ecke mit Papierverlust, den Schriftzug jedoch nicht beeinträchtigend. Der weiße Stoff verso mit Resten alter Montierung. Sonst aber von tadellosem Gesamteindruck. Selten.
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