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Presseinformation
zur 70. Kunstauktion
am 14./15. Oktober 2008

Vorschau

im Kinsky Kunst Auktionen GmbH, A-1010 Wien, Website öffnen

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
17. 06. 2008 - 16. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Portrait, Bildnisse

Art. Nr.: 288
Herbert Boeckl
(Klagenfurt 1894 - 1966 Wien)
Porträt, Männerbildnis
Öl auf Leinwand
100 x 80 cm
Monogrammiert und datiert links unten: HB / 1929
Provenienz: Österreichische Privatsammlung

"Es wird," sagte Fritz Wotruba in einem Pressegespräch 1974, "es wird einen großen Tag der Entdeckung geben für Herbert Boeckl". Mit der Zeit werde sein Werk in die internationale Reihe vorstoßen. Denn aus seinem Oeuvre ragten Bilder heraus, die originäre Meisterleistungen der europäischen Malerei seien. Weder zuvor noch jemals nachher sei so gemalt worden. Malerei ist eine Möglichkeit, in die Nähe von Erkenntnis zu gelangen. Herbert Boeckl nannte sein permanentes Reagieren auf die äußeren und inneren Bedingungen der Welt "Verwandlung". Dieser Verwandlung widmete er sich fast ein halbes Jahrhundert lang. Es waren starke und heftige Gefühle, die den Künstler ein Leben lang erschütterten und quälten; ein Leben, das voll war von Arbeit und übervoll von Enttäuschungen. Bereits im Alter von 15 Jahren, während seiner Schulzeit, dachte Herbert Boeckl ernsthaft daran, Maler zu werden. Nach der Matura bewarb er sich um die Aufnahme an der Akademie der bildenden Künste in Wien, und scheiterte. Er musste sich dem Wunsch seines Vaters fügen und ein Architekturstudium beginnen. Dieses Studium endete 1914 mit dem Ausbruch des Krieges. Als der Krieg aus war, dachte Boeckl nicht mehr an eine Fortsetzung seines Studiums, er war bereits Maler.
Der junge Boeckl war ein begnadetes Genie, dem in diesen Jahren ohne Anstrengung die reifen Früchte in den Schoß fielen. Er schuf mit seinem malerischen Werk eine neue Welt, eine Welt, die es vor ihm nicht gegeben hatte. Er setzte Zeichen, die als eigenständige Formensprache zu einem neuen Ausdrucksmittel wurden. Boeckl, könnte man sagen, hat nicht mehr und nicht weniger geleistet, als Klimt und Schiele zu überwinden und Kokoschka Paroli zu bieten.
Schätzpreis: von € 70.000,00 bis € 120.000,00
Weitere Infos beim Auktionshaus...


Klassische Moderne - A69
288
Herbert B...