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Art. Nr.: 166
Leo Putz
(Meran 1869 - 1940 Meran) Zwei Akte Öl auf Leinwand 76,5 x 69,5 cm Signiert rechts unten: Leo Putz Provenienz: Österreichische Privatsammlung Das Werk wurde von Leo Putz jun. mündlich bestätigt und wird in das Werkverzeichnis aufgenommen.
Leo Putz zählt zu jenen wenigen Malern, die schon zu Lebzeiten anerkannt sind. Der gebürtige Meraner ist einer der erfolgreichsten Künstler um die Jahrhundertwende in München und bereichert das breite Spektrum der Kunst während der Prinzregentenzeit mit seinen großformatigen, sinnlichen, sonnendurchfluteten Bildern. Putz entscheidet sich bezüglich seines Studiums ganz bewusst gegen Wien und für München. Der Ruhm von ¿Isar-Athen¿ als Kunststadt ist damals drauf und dran, der Kaiserstadt Wien den Rang abzulaufen. Ersten Zeichenunterricht erhält Leo Putz bei seinem älteren Stiefbruder Robert Pötzelberger. Zwei Jahre später wird er an der Königlichen Akademie angenommen. 1891/92 verbringt er, mit großzügiger Unterstützung seines Vaters, des Meraner Bürgermeisters, in Paris. Dort begegnet er anderen internationalen Studenten, etwa Lovis Corinth, Emil Nolde, Max Slevogt und Felix Vallotton.
Zentrales Thema in Putz' Oeuvre ist das weibliche Bildnis, der weibliche Akt gemalt bei Sonne oder in lichtdurchfluteten Räumen. Er erinnert dabei an Monet und Renoir, und auch die Palette kräftiger Farbigkeit geht auf die Impressionisten zurück. 1896 sorgt sein großformatiges, symbolistisches Bild "Vanitas" in der Münchner Secession für großes Aufsehen. Der weibliche Akt, unheimlich beleuchtet vor einem dunklen Hintergrund, als Verkörperung von Laster, Sünde und Verlockung, ruft heftige Kritik hervor. Einen weiteren Skandal verursacht "Bacchanale" 1905 in der Glaspalastausstellung. Die Balgerei von nackten Mädchen mit Katzen wird als anstößig empfunden, das Bild muss entfernt werden.
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