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Art. Nr.: 51
Gustav Klimt
(Wien 1862 - 1918 Wien) Weiblicher Rückenakt nach links Vgl.-Foto "Die drei Gorgonen" Studie für den Beethovenfries für die linke der Gorgonen der "Feindlichen Gewalten" Schwarze Kreide auf Papier, Haare gewischt 45 x 31,5 cm 1902 Monogrammiert rechts unten: G.K. Bezeichnet in der rechten unteren Bildecke: R Provenienz: Carl Reininghaus, Wien (1903 vom Künstler erworben); August Lederer, Wien & Györ, Ungarn (1915 vom vormaligen Besitzer erworben); Erich Lederer, Wien, Györ & Genf; 1981 vom derzeitigen Besitzer erworben Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878 - 1903. Band I. Verlag Galerie Welz, Salzburg, 1980, S. 234f, WV 778 (Abb.). Marian Bisanz-Prakken: Gustav Klimt. Der Beethovenfries. Geschichte, Funktion und Bedeutung. Residenz Verlag, Salzburg, 1977, S. 54 u. S. 107 (Abb. 13).
"Der stark von Fernand Khnopff und Franz von Stuck geprägte dämonische Frauentypus war Klimt in Darstellungen wie seiner "Pallas Athene" (1898), der "Hygieia" in der "Medizin" oder in "Judith" (1901) durchaus geläufig. Statuenhafte Frauengestalten wie die "Skulptur" (1896), die "Nuda Veritas" (1899) - die sinnlich, nie aber bedrohlich wirken - waren allesamt positive Allegorien der "Wahrheit" oder der "wahren Kunst". In den "Gorgonen" verschmelzen jene bis dahin getrennt auftretenden Eigenschaften miteinander: Sie erhalten den Charakter von Statuen, die zusammen ein dreifiguriges Monument für das Böse in der Erotik bilden. Diese für ihn neue Auffassung der Thematik hat Klimt in einer Fülle von Vorstudien vorbereitet. Seine Vorliebe für einen manieristisch-schlanken Frauentypus, die in seinem Werk seit etwa 1898 immer augenfälliger wird, zeigt sich in diesen Vorstudien in besonders ausgeprägter Form. Immer wieder versuchte er die weiblichen Formen der Aktfiguren durch belebte, gestraffte und fließende Umrißlinien zu markieren.
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