|
Art. Nr.: 448
Max Weiler
(Absam bei Hall i. Tirol 1910 - 2001 Wien) Wie eine Landschaft Eitempera auf Leinwand 116 x 130 cm Monogrammiert und datiert rechts unten: W 62 Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Weiler MALEREI 1962 WIE EINE LANDSCHAFT
Ausgestellt: "Wie die Natur", Akademie der Bildenden Künste Wien, 1978
Provenienz: Tiroler Privatbesitz
Literatur: Max Weiler, Werkverzeichnis der Bilder von 1932 bis 1974 von Almut Krapf, Salzburg 1974, Nr. 507, S. 279, Abb. S. 278; Otto Breicha, Max Weiler. "Wie eine Landschaft". Bilder von 1961 - 1967, Katalog Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1995, Abb. S. 44
"Meine Malerei, nur von ihr kann ich reden, ich weiß von ihr etwas, gibt sich mit Nicht-Ausdenkbarem, Nicht-Durchschaubarem, Nicht-Planbarem, Nicht-Ausrechenbarem und Nicht-Aussprechbarem ab. Ich will, daß sie in einer reinen (puren) Weise Malerei sei, so Malerei an sich, daß sie alle Möglichkeiten der Malerei ausschöpft, alles, was man mit Malen gut oder allein mit Malen machen kann, was der Mensch mit seinem Verstand und seinem Gemüt, wenn er eine Fläche und einen Stift hat, machen kann und nicht auch mit anderen Mitteln, also Worten, Noten oder Gebärden, sondern eben mit Fläche und Stift und Farben, mit diesen aber alles, was gemacht werden kann, was mit dieser Materie möglich ist. Diese Formen nehme ich von den verschiedenen Dingen, die die Natur ausbreitet - wertloses Zeug, Misthaufen, Erde, Steine. Misthaufen, die Landschaft erzeugen, Wasserlachen voll Glorie, Abfälle, die an Dämonen denken lassen, Tropfen mit Sonnen, rinnende Wasser, Rinnsale, Farbpulver, Eier und Öle. Wasser, das sich auf Papieren ausbreitet wie alle Wasser und verdunstet und Ränder hinterläßt. Öl, das schwimmt, Farbpulver, die verkleben, und Ei, das die Emulsion zaubert. (...) Denn wenn die Mittel und ihre Herkunft im Verborgenen bleiben, dann scheint der Künstler ein Zauberer.
|