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Art. Nr.: 401
Anton Lehmden*
(Neutra/CR 1929 geb.) Istanbul Öl auf Holz 34 x 55 cm Signiert und datiert rechts unten: Anton Lehmden 1961-65
Ausgestellt: 1969: Tel Aviv Museum, Israel, Vienna School - Fantastic Realism Literatur: Vienna School - Fantastic Realism, Ausstellungskatalog, Tel Aviv Museum, Israel, 1969, Katalog Nr. 81
Angeregt durch seine Liebe zur chinesischern Landschaftsmalerei, beschäftigte Anton Lehmden sich in den Anfängen vorwiegend mit dem lyrischen Moment in der Landschaft. Bald aber kam Bewegung in die vermeintliche unveränderliche Welt - Landschaften fielen, stürzten, barsten, atmeten plötzlich. Die Einblicke, die die Erde uns mancherorts gewährt, wie in Sandgruben, Schottergruben, Steinbrüchen, brachten Lehmden dazu, diese informativen Schächte als Fenster in das Innere der Erde in seinen Landschaften umzusetzen. Lehmden's "Fenster ins Erdinnere", seine Schächte und Gräben, sind aber gleichzeitig auch Fenster in die Vergangenheit, sie machen die Zeitlichkeit und die Zeitmaße sichtbar. Ihn beschäftigt jedweder Eingriff in die Natur, ob von der Natur selbst ausgelöst oder auch durch Menschenhand. Lehmdens Bilder sind nicht nur "Ansichten" - der Künstler hat nicht bloß "gesehen", er hat auch mehr als "geschaut", er blickt dahinter, legt frei - ist auf vollständige Klarheit und Sichtbarkeit aus. Auch in seinem Stil schlägt sich dieses Anliegen nieder. Er arbeitet lasierend, auch wenn er mit Ölfarben umgeht - als würde er aquarellieren: "Die Oberfläche soll transparent bleiben und, auch symbolisch das Dahinterliegende als innere Struktur und eigentliche obwohl unsichtbare Kraft zu erkennen geben."
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