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VORBERICHT

Auktion am 24./25.10.08
Modern Art / Kunst nach 45

VORBERICHT

Auktion am 25.10.2008
Alte und Neuere Meister / Maritime Kunst
 
 
Auktionskalender

Ketterer Kunst GmbH & Co KG, D-81675 München, Website öffnen

ACHTUNG - die Auktion fand bereits am 04./05.06.2008 statt! Etwaige Nachverkaufsstücke erfragen Sie bitte direkt beim Auktionshaus Ketterer.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 06. 2008 - 04. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945

Art. Nr.: 265
Alexej von Jawlensky
Alexej von Jawlensky (1864 Torschok - 1941 Wiesbaden). Bordighera. Um 1914 Öl auf Papier , auf Malpappe aufgezogen.Jawlensky/Pieroni-Jawlensky Addenda 2280. Links unten monogrammiert.30,5 x 28,5 cm (12 x 11,2 in). Provenienz: Sammlung Rosenberger, Rheinfeld (bis 1943).Lydia Raschke.Privatsammlung Deutschland (1994).Alexander Wenzel, Bad Nauheim.Privatsammlung Süddeutschland. Alexej von Jawlensky beginnt erst 1889 in St. Petersburg mit seiner künstlerischen Ausbildung. Er studiert bei Ilja Repin und lernt über diesen Marianne von Werefkin und Helene Nesnakomoff, seine spätere Frau, kennen. Mit beiden siedelt Jawlensky 1896 nach München über, um eine private Kunstschule zu besuchen. Hier lernt er Wassily Kandinsky kennen. Der Künstler unternimmt mehrere Reisen nach Frankreich und kann 1905 durch Vermittlung von Sergej Djagilev im Salon d'automne zehn Gemälde zeigen. Jawlensky trifft zum ersten Mal Henri Matisse. Im Sommer 1908 arbeitet er mit Kandinsky, Marianne von Werefkin und Gabriele Münter erstmals zusammen in Murnau. Hier entsteht auch die Idee zur Gründung der 'Neuen Künstlervereinigung München', zu der sich die vier Maler und andere Münchner Künstler 1909 zusammenschließen. Im Dezember desselben Jahres findet in München die erste Ausstellung der Gruppe statt. Zwei Jahre später wird der 'Blaue Reiter' als neue große Idee einer künstlerischen Zusammenarbeit ins Leben gerufen. 1913 nimmt Jawlensky am Ersten Deutschen Herbstsalon Herwarth Waldens in Berlin teil. Ein Jahr später wird der Künstler Mitglied der 'Münchner Neuen Sezession'. Im Frühjahr 1914 verbringt Jawlensky einige Zeit in Bordighera an der ligurischen Küste. Inspiriert durch das südländische Licht entsteht hier eine Reihe von mediterranen Landschaftsgemälden, zu denen auch die vorliegende Arbeit zu rechnen ist. An ihnen lässt sich die künstlerische Entwicklung dieser Zeit verfolgen, die durch eine stete zurücknahme gegenständlicher Elemente charakterisiert ist, ohne jedoch den Gegenstandsbezug gänzlich aufzugeben. 'So löst sich die zunächst noch konturierte, klar strukturierte und durchkomponierte Landschaft etwa seit 1914 zunehmend in pastos aufgetragener, in gedämpfteren Farben ausgeführte Farbflecken auf; lediglich einige stilisierte, bewußt aus jedem konventionellen Kompositionszusammenhang herausgenommene Bildelemente - Baum-, Fenster- und Dachformen - signalisieren Zusammenhänge zum Landschaftlichen' (Alexej Jawlensky. Vom Abbild zum Urbild, Ausst.Kat. Galerie im Ganserhaus, Wasserburg am Inn 1979, S. 5). Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wird Jawlensky als russischer Staatsbürger aus Deutschland ausgewiesen und siedelt nach St. Prex am Genfer See über. 1921 lässt er sich endgültig in Wiesbaden nieder. 1933 wird Jawlensky von den Nationalsozialisten mit Ausstellungsverbot belegt, 1937 werden seine Werke als entartet beschlagnahmt. Vier Jahre später stirbt der Künstler in Wiesbaden. [NB] Im Randbereich fachmännische Retuschen. Im Bereich des Monogramms Neutralretusche. Linke untere Ecke fachmännisch restauriert, Bruch nur verso sichtbar. Dort im Unterrand auch Kittung. Reißzweckenlöcher in den Ecken. Sonst in guter farbfrischer Erhaltung.
Ausrufungspreis: € 100.000,00
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