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Nachbericht 04.06.08
Nachbericht 05.06.08
 
Auktionskalender

Ketterer Kunst GmbH & Co KG, D-81675 München, Website öffnen

ACHTUNG - die Auktion fand bereits am 04./05.06.2008 statt! Etwaige Nachverkaufsstücke erfragen Sie bitte direkt beim Auktionshaus Ketterer.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 06. 2008 - 04. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)

Art. Nr.: 431
Jörg Immendorff
Jörg Immendorff (1945 Bleckede bei Lüneburg - 2007 Düsseldorf). Café de Flore. 1990/91 Öl auf Leinwand . Rechts unten signiert und datiert.160 x 120 cm (62,9 x 47,2 in). Expertise: Mit einer Foto-Expertise des Künstlers, Düsseldorf o.J Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.Privatsammlung Süddeutschland. Immendorff studiert 1963/64 an der Düsseldorfer Kunstakademie zunächst Bühnenkunst und wechselt dann in die Klasse von Joseph Beuys. Angeregt durch seinen Lehrer verfasst er mehrere Manifeste und initiiert diverse künstlerische und politische Aktionen. Am bekanntesten wird das 'Lidl'-Projekt 1968-70 - Kunstaktionen, Happenings und Debattenrunden, die dem politischen Flügel der Fluxus-Bewegung zuzuordnen sind. Seit den 1970er Jahren ist Immendorff auf wichtigen Ausstellungen vertreten. So beteiligt er sich 1972 und 1982 an der documenta in Kassel, 1976 an der Biennale in Venedig. 1977 wendet sich der Künstler verstärkt der Malerei zu. Mit der politisch und gesellschaftskritisch engagierten Bildserie 'Café Deutschland' gelingt ihm der internationale Durchbruch. In den 1980er Jahren übernimmt Immendorff mehrere Gastprofessuren an internationalen Universitäten: 1981 an der Kunsthochschule in Stockholm, 1982 an der Akademie der bildenden Künste in Hamburg und der 'Klasse F+F' in Zürich sowie 1984 an der Werkschule in Köln und der Akademie der Bildenden Künste in München. In den 1980er und 90er Jahren reflektiert Jörg Immendorff über das eigene Künstlerdasein, beschäftigt sich intensiv mit dem Kunstgeschehen und der Kunstgeschichte. In der ab 1987 entstehenden Serie 'Café de Flore', die Bezug nimmt auf das gleichnamige Café in Paris, das nach dem Zweiten Weltkrieg als Intellektuellentreff diente, setzt er sich kritisch mit der Modernen Kunst auseinander. 'Einen ganzen Parnass nicht malender Maler versammelt Immendorff im Anschluss an 'Café Deutschland' auf der Terrasse des 'Café de Flore'. Dort [.] sitzen die Heroen der Kunst des 20. Jahrhunderts vereint in idealen Freundschaftsbildern im Angesicht der Ewigkeit, die ihre Kunst stiftet.' (Peter-Klaus Schuster, in: Jörg Immendorff. Male Lago. Ausst.Kat. Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 2006, S. 27). Dabei interessiert ihn vor allem die Idee, lebende und verstorbene Menschen, Vorbilder und Freunde in einem Raum zusammenzusetzen. Seit 1996 unterrichtet Immendorff als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, 2002 als Gastprofessor an der Kunstakademie in Peking. 1997 wird der Künstler mit dem höchstdotierten Kunstpreis der Welt, dem 'Marco-Preis' des Monterrey-Museums in Mexiko, geehrt. Ein Jahr später wird ihm der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2005 zeigt die Neue Nationalgalerie Berlin anlässlich seines 60. Geburtstages die Retrospektive 'Male-Lago - Unsichtbarer Beitrag'. Der seit 1998 schwer erkrankte Künstler stirbt am 28. Mai 2007. [RS] Kaum merkliche Randbereiben. Sonst in einwandfreier Erhaltung.
Ausrufungspreis: € 90.000,00
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