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Art. Nr.: 139
Lovis Corinth
(Tapiau 1858-1925 Zandvoort) "Tirolerin mit Katze" Öl auf Leinwand 120 x 92 cm Signiert und datiert links oben: LOVIS CORINTH. / 21 Juli 1913 Provenienz: Sammlung Carl Steinbart, Berlin; Kunsthandlung Hugo Moser, Berlin; Fritz Goldschmidt, Breslau; Privatsammlung; Graphisches Kabinett, Bremen; ehemals rheinische Privatsammlung (1957 erworben), seitdem in Familienbesitz; Literatur: Charlotte Berend-Corinth: Lovis Corinth: Die Gemälde. Werkverzeichnis. Bruckmann, München, 1992, S. 143 WV 584 u. S. 634 (Abb.). Thomas Corinth (Hg.): Lovis Corinth. Eine Dokumentation. Tübingen, 1979, S. 180 u. S. 350. Ausstellungen: Berlin 1918 (Secessionshaus), 32. Ausstellung der Berliner Secession, Lovis Corinth, Kat. Nr. 91 mit Abb.; Berlin 1923 (Nationalgalerie im ehem. Kronprinzenpalais), Corinth-Ausstellung, Einhundertsiebzig Bilder aus Privatbesitz, Kat. Nr. 166; Bielefeld 1951 (Städtisches Kunsthaus Bielefeld), Lovis Corinth, Ausstellung von Gemälden, Aquarellen, Handzeichnungen und graphische Arbeiten aus den Jahren 1884-1924, Kat. Nr. 14;
Lovis Corinth, Vertreter des Impressionismus, tendiert in seinen späteren Werke zum expressionistischen und fauvistischen Stil hin. Corinth ist auch ein meisterhafter Porträtist. Beachtlich ist ebenso sein graphisches Werk. Und nicht zuletzt gibt er einen passablen Schriftsteller ab, wie seine Schriften "Das Erlernen der Malerei" (1908) und seine Autobiographie (1926) zeigen. Von 1912 bis 1914 spielen Erholungsaufenthalte, die vornehmlich in den Süden führen, eine wichtige Rolle. Dabei findet die Landschaft verstärkt Corinths Aufmerksamkeit und auch Charlotte Berend-Corinth, die ihn begleitet, steht für ihn Modell. So im Bildnis der Tirolerin, das seine Frau in typischer Landestracht zeigt. Das Pendant zum Selbstbildnis mit Tiroler Hut besticht vor allem durch seine impressionistischen Qualitäten. Lichtregie, Pinselduktus und kontrastreiche Farbwahl.
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