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Art. Nr.: 244
Franz von Zülow
(Wien 1883 - 1963 Wien) Grünau im Almtal Öl auf Holz 65,5 x 91 cm Signiert und datiert rechts unten: F. ZÜLOW 42 Rückseitig unleserlich bezeichnet
1883 in Wien geboren, besucht Zülow von 1901 bis 1903 die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und ist kurzfristig auch Hörer an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl. Anschließend besucht er bis 1906 die Kunstgewerbeschule in Wien, wo er bei Felician von Myrbach, Koloman Moser und Carl Otto Czeschka studiert. 1907 wird das von ihm entwickelte Verfahren der Papierschnittschablonendrucke patentiert. 1908 wird er Mitglied der Wiener Secession. Durch das fürstlich Liechtensteinische Reisestipendium wird ihm 1912 eine ausgedehnte Studienreise durch Westeuropa ermöglicht. Von 1915 bis 1919 leistet er Militärdienst im Ersten Weltkrieg und gerät in italienische Kriegsgefangenschaft. Franz von Zülow unterrichtet von 1920 bis 1922 an den keramischen Werkstätten Schleiß in Gmunden. Er lebt abwechselnd in Wien und Oberösterreich und unternimmt auch mehrere Auslandsreisen. Ab 1949 erhält er einen Lehrauftrag an der Kunstschule der Stadt Linz. 1963 stirbt Franz von Zülow in Wien.
Zülows Kunst findet ihren Ursprung in den Bestrebungen der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, was sich auch an seiner Vielseitigkeit zeigt. Neben seinem künstlerischen Schwerpunkt der Druckgraphik zählen auch verschiedenste Bereiche der angewandten Kunst zu seinem Werk: Bilderbücher, Kalenderblätter, Graphikzyklen, aber auch Wandmalereien und -teppiche, Tapeten und Stoffmuster, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände. Parallel zu diesem kunstgewerblich orientierten Œuvre entstehen aber auch Ölgemälde - fast ausschließlich Landschaften -, die sich durch einen expressiven und malerischen Farbauftrag auszeichnen und Grundzüge des Einfachen und "Naiven" tragen. (Peter Baum: Franz von Zülow. Moden Edition, Wien, 1980.)
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