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Art. Nr.: 295
Gustav Hessing
Stillleben Öl auf Leinwand 41,8 x 54,8 cm Monogrammiert rechts unten: G H Rückseitig am Rahmen bezeichnet: Gustav Hessing, New York Rückseitig auf der Leinwand bezeichnet: G Hessing
Gustav Hessing wird 1909 in Czernowitz geboren. Nachdem sein Vater, Offizier der k.u.k. Armee, im Ersten Weltkrieg fällt, übernimmt ein Onkel, Universitätsprofessor und Besitzer einer reichen Sammlung alter und moderner Kunst, die Vormundschaft Hessings. 1927 beginnt Hessing das Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er in den Klassen von Ferdinand Andri und Karl Fahringer studiert. Während des Studiums verbringt er jährlich einige Monate auf dem Landgut seiner Familie in Rumänien. Er betreut auch die Kunstsammlung des Onkels und vermittelt Ankäufe von Arbeiten seiner Kollegen. Zwischen 1931 und 1938 arbeitet Hessing als Maler in Wien. Landschaften und die bäuerliche Bevölkerung zählen zu seinen häufigsten Motiven. 1937 beteiligt er sich an der 146. Jahresausstellung der Wiener Secession, die u. a. von Josef Dobrowsky kuratiert wird und bei der auch Alfred Kubin, Franz von Zülow, Ferdinand Kitt, Sergius Pauser und Ernst Huber ausstellen. Ab 1939 wird Hessing mit Berufsverbot belegt, er muss untertauchen. 1944 wird durch eine Fliegerbombe ein Großteil seiner bisherigen Arbeiten zerstört. Zwei Jahre später gründet Hessing mit Ernst Höffinger, Arnulf Neuwirth und Ferdinand Stransky die Künstlervereinigung "Der Kreis". Aufenthalte in Koppenhagen, Amsterdam, Stockholm, Paris oder New York verarbeitet Hessing in zahlreichen Aquarellen sowie in der Druckgrafik. 1954 erhält er den Förderpreis der Stadt Wien für Malerei, 1957 den Theodor-Körner-Stiftungspreis. Im selben Jahr kauft auch das Museum of Modern Art in New York Bilder Hessings an.
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