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Art. Nr.: 427
Arik Brauer*
(Wien 1929 geb.) Die große Welle Öl auf Platte 106 x 75 cm um 1960
Das künstlerische Multitalent Arik Brauer hat als Maler die "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" mitbegründet. Darüber hinaus profilierte er sich als Grafiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter. Arik Brauer wurde 1929 als Sohn eines aus Litauen stammenden Handwerkers geboren. Die Herrschaft der Nazis beendete seine unbeschwerte Kindheit im Wien der dreißiger Jahre. Brauers Vater starb in einem Konzentrationslager, er selbst überlebte in einem Versteck. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges inskribierte der 16jährige an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Dort war Albert Paris Gütersloh, der geistige Vater der Wiener Surrealisten, sein Lehrer. Im "Turmatelier" wurde gemeinsam mit Ernst Fuchs und Anton Lehmden gemalt, im legendären Art Club erstmalig ausgestellt. Gleichzeitig absolvierte Brauer aber auch eine Gesangsausbildung an der Musikschule der Stadt Wien. Nach Abschluss seines Studiums unternahm der junge Künstler mit dem Fahrrad ausgedehnte Reisen, die ihn über Frankreich und Spanien bis nach Afrika führten. Er war Balletttänzer am Raimundtheater, ehe er 1956 in Israel den Sinai-Krieg erlebte. Er heiratete, mit seiner Frau Naomi ließ er sich in Paris nieder, wo das Paar mit Singen seinen Lebensunterhalt verdiente. Wenig später stellten sich auch erste Ausstellungserfolge ein. Als Brauer 1964 die Pariser Boheme verließ und wieder nach Wien zurückkehrte, genossen die phantastischen Realisten bereits große Popularität. Gemeinsam mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Anton Lehmden und Wolfgang Hutter zählte Brauer bald zu den Stars der österreichischen Kunstszene. Farbenfrohe, bunte Paradiese sind charakteristisch für sein Werk, ebenso die detaillierte Kleinarbeit. Lasuren und Lichtschleier verleihen den Motiven eine geheimnisvolle Fremdartigkeit.
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