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Art. Nr.: 446
Max Weiler
(Absam bei Hall i. Tirol 1910 - 2001 Wien) Ungewöhnliche Gegend Eitempera auf Leinwand 115 x 80 cm Signiert und datiert rechts unten: Weiler 89 Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Weiler 1989 "Ungewöhnliche Gegend"
"Für Dinge, die ich mache, ist eine gewisse Zartheit vonnöten, ein scheinbarer Naturalismus, eine scheinbare Ähnlichkeit mit der Natur. Vor allem darf nichts vergewaltigt werden, weil dies das Naturverhältnis stören würde.
Bei mir selbst ist es Neuschöpfung der Natur ohne jede Naturähnlichkeit, ein neues Hervorbringen von Bergartigem, Grasartigem, Wolkenartigem, Erdartigem, Blumenartigem, Luftartigem, Baumartigem. Aber es ist nichts Abgemaltes, nichts Abgeklatschtes.
Es hat keine Verwandtschaft mit dem Naturalismus oder auch der Naturabmalerei der Romantik. Am ehesten hat es Gemeinsames mit den Chinesen, die auch, nachdem sie das Naturerlebnis hatten, die Formen selbst machten, das heißt schon gelernt hatten, parat, überliefert hatten, und sie nur einzusetzen brauchten.
Ich selbst gehe weiter. Ich mache die Lüfte, die Stimmungen, Bäume, Gräser und Dinge der Natur mit meinen eigenen Formen. Die Natur aber lässt ihre Stimmungen nicht wirken bei zu großer Vergewaltigung ihrer Formen. Dann zieht sie sich zurück.
(Max Weiler, 1972)
"Schon seit jeher mache ich etwas, das schwer zu sehen und zu erkennen ist. Ich lege den größten Wert auf einwandfreies Können und schätze es, wenn es einer größeren Aufgabe dient. Ich bediene mich seiner, um das Unbewußte heraufzubringen. Dies tue ich unter der Metapher der Landschaft. Es ist meine Leidenschaft und ich habe eine Sucht danach wie ein Säufer nach Alkohol." (Max Weiler, 1986)
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