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Art. Nr.: 456
Arnulf Rainer*
(Baden 1929 geb.) Bogen Öl auf Leinwand auf Holz 73,5 x 102 cm Monogrammiert links unten: AR Betitelt unten mittig: BOGEN 1982
"Anfang der sechziger Jahre macht sich ein deutlicher Wandel in den Arbeiten Rainers bemerkbar. Die fast monochromen Zumalungen lockern sich auf, um mehr Bewegung und Farbigkeit zuzulassen. Die hermetisch geschlossene Bildfläche wird aufgegeben zugunsten einer offenen, spannungsreichen Form. ... Er arbeitet nun bevorzugt auf Papier oder Zeichenkarton und benutzt die unterschiedlichsten Materialien in Mischtechnik: Ölfarbe, Ölkreide, Graphit, Aquarell und Gouache werden frei miteinander kombiniert....Dieses stufenweise Fortschreiten von unruhigem Gekritzel zu regelmäßiger Strichführung und von vielfältiger Farbigkeit zu dunklem Schwarz oder Blau kennzeichnet die meisten Übermalungen und Überzeichnungen der sechziger Jahre, Meist wird das Zentrum zum Abschluß noch einmal mit schwarzer Ölfarbe betont, während in den Randzonen bewegte Farbspuren sichtbar bleiben. `Stämme´, `Ständer´, `Berge´, und `Büschel´ entstehen, einfache Formen aus farbigen Strichbündeln. Ausgangspunkt bildet oft nur eine eigenhändige, spielerische Kritzelei. Die motorische Geste des Übermalens steht zunehmend im Vordergrund. Dabei schwanken die Bilder zwischen ruhig hin- und herschwingenden Bögen einerseits und dynamisch emporstrebenden Formen andererseits. Explosive, schnelle Bewegung und Versuche der Beruhigung wechseln sich ab. Die Rückkehr zu expressiven, psychomotorischen Gestaltungsformen ist unverkennbar." (Textauszug von Sabine Röder 1988)
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