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Art. Nr.: MZ IV-19
Der trunkene Silen (The drunken Silenus)
Peter Anton von Verschaffelt , Gent 1710 - 1793 Mannheim Federzeichnung in Schwarzbraun mit Rötel. Auf graublauem Bütten mit angeschnittenem Wasserzeichen: Bekröntes doppeltes "C". Alte, gelb eingefärbte Unterlage mit angeschnittenem Wasserzeichen: Wappen mit Schrägbalken und Reichsapfel sowie verso alter angeschnittener unleserlicher Nummer "A. No. ...". Blattgröße: 16,7 x 20,5 cm. Linker Rand alt auf Unterlage montiert. Ecken mit winzigen Klebespuren.
Ink in black brown with coloured chalks. On grey blue laid paper with partly visible water mark: crowned double "C". Old yellow dyed base with partly visible water mark: coat of arms with slanting beams and orb as well as verso old partly visible unreadable number " A. No. ...". Sheet size: 16,7 x 20,5 cm. Left edge mounted. Corners with minute glue remnants.
Provenienz: Badische Privatsammlung, erworben im Stuttgarter Kunsthandel, 1974.
Provenance: Private collection, obtained from the Stuttgart art trade, 1974.
Verschaffelt, ein Flame aus Gent in den damals noch österreichischen Niederlanden, war Schüler seines Großvaters Pieter de Sutter. Seine Studien betrieb er in Brüssel, Paris, Rom und London. Als Hofbildhauer wurde Verschaffelt 1752 von Kurfürst Carl Theodor nach Mannheim berufen. Auf Initiative Verschaffelts hin erhielt Mannheim mit der Gründung der Zeichenakademie 1759 eine wichtige künstlerische Lehrstätte, deren Leitung er als Direktor übernommen hatte. Goethe berichtet in "Dichtung und Wahrheit" begeistert über einen Besuch der Mannheimer Zeichenakademie, bei dem er von Verschaffelt durch das Antikenkabinett geführt wurde. 1
Das aus Ovids "Metamorphosen" entlehnte Thema des trunkenen Silen, der von den Bauern zu König Midas gebracht wird, setzt der Künstler in der vorliegenden Zeichnung gekonnt in Szene.
Verschaffelt, a Fleming from Gent, in those days still the Austrian Netherlands, was a scholar of his grandfather Pieter de Sutter. He studied in Brussels, Paris, Rome and London. As court sculptor Verschaffelt was called to Mannheim by the elector Carl Theodor. From this point on he was the driving force behind the founding of the "Mannheimer Zeichenakademie". In this way in 1759 Mannheim obtained an important artistic lyceum, whose management Verschaffelt took on as director. Goethe reported enthusiastically in "Dichtung und Wahrheit" about a visit to the "Mannheimer Zeichenakademie", where he was lead through the sculpture cabinet.1
The artist successfully places the scene based on Ovids "Metamorphoses" with the drunken Silenus who is brought to King Midas.
1 Wolfgang Goethe, Dichtung und Wahrheit. 3. Teil, 11. Buch. Stuttgart, 1830.
Verkaufspreis: € 3.800,00
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