Meißen, um 1722-24. Sitzender Chinese beim Tee, mit Coppchen in der linken Hand, zu seinen Füßen eine Kumme und eine Teekanne (Henkel min. best.) auf geschweifter Sockelplatte. Pagoden sind dem chinesischen Glücksgott Putai Ho-shang nachgebildet, diese Abbilder waren seit dem 17. Jh. in Europa bekannt. Die Pagode diente als Haube für Räucherkerzen. Im Arbeitsbericht Kändlers von 1734/35 werden 'Pagotten...zum Räucher Kertzen gehörig' erwähnt. Lit.: Jedding, Meissener Porzellan des 18. Jh. in Hamburger Privatbesitz, Katnr. 16. Ohne Marke. H. 8,5 cm.