|
Art. Nr.: 824
Teebüchse & Koppchen mit Untertasse
wohl St. Georgen bei Bayreuth, um 1735 rotbrauner Scherben, dunkelbraun glasiert, Silberdekor, z. T. radiert; rechteckige Flaschenform mit gerader Schulter und kurzem Hals; kleines Koppchen mit runder Untertasse; alle Wandungen mit zarten Chinoiserie, von Pflanzen und Vögeln begleitet, vertikal und horizontal eingesäumt von Laub- und Bandelwerk, sowie Gitterwerk; kleine Scharte am Koppchenrand; 10,9 x 7,2 x 4,3 cm (Büchse); H. 4,3 cm (Koppchen); Dm. 11,8 cm (Untertasse)
Provenienz: Slowakische Privatsammlung
Vergleiche: Waltraud Neuwirth, Böttgersteinzeug, Yixing und andere rote Ware, Band II, Wien 1982, S. 148, Nr. 29 (Teekanne mit vergleichbarem Dekor, MAK Wien).
DIESEN TEXT BITTE NICHT DRUCKEN:
Die früher meist unter dem Begriff "Böttgersteinzeug" bekannten Scherben mit brauner Glasur und Silberdekor, werden heute generell Bayreuth zugeschrieben, obzwar es auch andere Manufakturen gab, die vergleichbares Steinzeug produziert haben. Johann Georg Keyßler beschreibt die Farbrik in seinem Reisebericht von 1730 folgendermaßen: "In St. Georgenstadt ist eine Farbrike von braunem und weißem Porzellan, welches häufig in die benachbarte Provinzen verkaufet wird. Insbesondere hat man daselbst eine Erfindung, das Silber und Gold in das Braune Porzellan so wohl einzubrennen, daß es beständig darinnen bleibt, und bezahlet man die Garnitur von einem halben Dutzend Tassen und Schalen, bey welchen sich eine kleine Theekanne, ein Spülnapf, eine Zuckertasse und eine Theebüchse befindet, mit 20 Thalern." (Neuwirth, Böttgersteinzeug, 1982, S. 133-134)
Schätzpreis: von € 3.000,00 bis € 6.000,00
|