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Art. Nr.: 371
Theodore Fried
(Ungarn/Amerika 1902-1980) Familienkonzert Öl auf Leinwand 93 x 60 cm Monogrammiert rechts unten: ThF. Provenienz: Österreichischer Privatbesitz
Theodore Fried wird 1902 als ältestes von fünf Kindern in Budapest geboren. Sein Vater, ein Juwelier und Uhrmacher, stirbt, als Theodore neun Jahre alt ist. In den Jahren 1920 ¿ 1923 studiert Fried an der Budapester Kunstakademie bei Prof. Rudney. 1923 übersiedelt der Künstler nach Wien, wo er bei seinem Halbbruder wohnt. Erste Erfolge kann Fried in der Galerie Hugo Hellers feiern. 1925 übersiedelt der Künstler nach Paris, wo er Kontakte mit dem Fotografen Andre Kertesz sowie auch mit Immigranten knüpft, die er meist im legendären Cafe Dom trifft. Die Freundschaft zu Kertesz, der das Cafe Dom Jahre später als deren zweite Wohnung bezeichnen sollte, hielt sich bis zum Tod Frieds aufrecht. Ebenfalls 1925 wird ein Bild des Künstlers im Salon d¿Automne ausgestellt, der nach dem Ersten Weltkrieg von Werken der Maler aus dem Künstlerviertel Montparnasse - wie Marc Chagall, Amedeo Modigliani oder Georges Braque - dominiert wird. Frieds Bild wird von den Kritikern sehr positiv aufgenommen; es folgt eine Ausstellung in der berühmten Galerie Zborovsky. 1927 heiratet Theodore Fried die aus Wien stammende Anny Politzer, die in Paris Sprachen und Literatur studiert. Die später als Anny Fried bekannte Schriftstellerin emigriert mit ihrem Sohn 1938 nach New York, wohin Theodore vier Jahre später folgt. Das Paar trennt sich jedoch noch im selben Jahr. 1947 heiratet der Künstler die aus Deutschland stammende Maria Engelhardt, mit der er die Kunstschule Hudson Guild in New York eröffnet. 1980 stirbt Theodore Fried in New York.
Die Motive der Werke Frieds sind aus dem Leben gegriffen: Musiker, Mütter mit Kindern oder Sport. Musizierende stellen vor allem in der frühen Werkperiode sehr beliebte Motive dar.
Schätzpreis: von € 25.000,00 bis € 50.000,00
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