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Art. Nr.: 357
Ferdinand Stransky
(St.Pölten 1904 - 1981 Katzelsdorf) Akte im Atelier Öl auf Leinwand 100 x 83 cm Signiert und datiert rechts unten: Stransky 48 Literatur: Otto Breicha u. Kristian Sotriffer: Ferdinand Stransky. Werkverzeichnis. Edition Tusch, Wien, 1979, Nr. 40.
Nach einer "herrlichen Kinderzeit" kommt Ferdinand Stransky als 15-Jähriger in die Lehre zu Serafin Maurer, dem Leiter der Restaurierwerkstätten an der Wiener Akademie der bildenden Künste, um nach vierjähriger Lehrzeit bis 1979 als selbstständiger Restaurator zu arbeiten. Neben seinem Brotberuf zeichnet und malt er bis in die Nacht - das anfängliche Hobby gewinnt immer mehr an Bedeutung, wird konsequente Auseinandersetzung, vor allem mit formalen Problemen. Seinen ersten Erfolg als Künstler feiert er 1937 anlässlich einer Ausstellung im Hagenbund, zu der ihn die Künstlerkollegen Georg Ehrlich und Georg Merkel eingeladen hatten. Nach dem Krieg tritt er der Secession bei, dann der Künstlergruppe "Der Kreis", um 1969 wieder zur Secession zurück zu kehren. Seine Erfolge bringen ihm Teilnahmen an den Biennalen Sao Paulo (1957 und 1965) und Tokio (1963) und in der Folge Ankäufe für öffentliche und private Sammlungen. Ausgangspunkt und künstlerisches Anliegen seiner Malerei ist die "Umwandlung der Materie Farbe in gebaute Form". "Ich bin nach wie vor ein peintre-amateur, kann nur etwas vollbringen, wenn ich ein formales Erlebnis habe, sei es von der Natur, die immer mein größter Anreger sein wird, beim Hören von Musik oder dem Lesen eines Buches." (Ferdinand Stransky) 1957 wird ihm der Professorentitel verliehen, 1960 der Theodor-Körner-Preis, 1962 der Kulturpreis der Stadt Wien (Malerei), im gleichen Jahr zeigt die Österr. Galerie Belvedere eine erste umfangreiche Retrospektive, 1965 würdigt ihn das Land Niederösterreich mit dem Kunstpreis des Landes, den Würdigungspreis zum Österr. Staatspreis erhält er 1974. Stransky stirbt 1981 in Tulln.
Schätzpreis: von € 35.000,00 bis € 70.000,00
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