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Art. Nr.: 356
Rudolf Richly
(Ödenburg 1886-1975 Wien) "Venedig - Dolce far niente" Öl auf Leinwand 80,5 x 105,5 cm Um 1950 Signiert links unten: Richly Rückseitig auf Etikett bezeichnet und betitelt: R. Richly / Venedig: Dolce / far niente
"Rudolph Richly steht außerhalb jeder Möglichkeit einer Klassifikation, die die Dialektik der zivilisatorischen Massengesellschaft anzubieten hat und ist keiner der gängigen Typen unserer derzeitigen Gesellschaftsstruktur zuzuordnen. Er ist ein patriarchalischer Bohemien. Auch für ihn ist Kunst 'Austreten aus der Mörderbrigade' (Kafka). Er liebt die einfachen Dinge der Genügsamkeit. Alles das ist Antithese zu den Denkmodellen des homo novus und bezieht seine Aktualität aus dem Nichtaktuellen, sein Engagement aus dem Nicht-engagiert-sein. Rudolph Richly war seiner inneren Veranlagung nach immer schon einer von der Bruderschaft der 'Ecole de Paris', in die er nach vielen entbehrungsvollen Fahrten zum Montmartre tatsächlich aufgenommen wurde. Für ihn sind Weltbild und Bildwelt identisch geworden und nachdem er ein Leben lang gemalt hat, ist ihm die Malerei zur Wirklichkeit und die Wirklichkeit zur Malerei geworden." (P. Meissner, Präsident der Wiener Secession, in: Rudolph Richly. Ausstellungskatalog der Wiener Secession, 1974.)
Schätzpreis: von € 15.000,00 bis € 25.000,00
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Klassische Moderne 14.10.
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