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Art. Nr.: 348
Herbert Boeckl
(Klagenfurt 1894 - 1966 Wien) Großes Blumenstück (Margeriten in Vase) Öl auf Leinwand 79,5 x 59,5 cm Bezeichnet auf rückseitigem Klebeetikett des Wiener Künstlerhauses: Herbert Boeckl 1927 Provenienz: Sammlung Carl Moll, Wien Gutachten von Prof. Leonore Boeckl (Wien, 3. Juli 1997): "Bestätige hiermit die Echtheit des hier abgebildeten Werkes meines Vaters HERBERT BOECKL; Herbert Boeckl 'Astern in blauer Vase', 1927, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm, WVZ Nr.104 (ehemals Slg. Carl Moll)." Literatur: Claus Pack: Der Maler Herbert Boeckl. Wien - München, 1964, Wv. 86. Gerbert Frodl: Herbert Boeckl. Residenz Verlag, Salzburg, 1976, Wv. 104 (Abb. als "Asternstrauß").
Herbert Boeckl wird am 3. Juni 1894 in Klagenfurt geboren. Er beginnt ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Wien, ist Privatschüler von Adolf Loos, entscheidet sich aber bald für die malerische Künstlerlaufbahn. Als Maler ist er Autoditakt, der sich zunächst am Werk Egon Schieles und Oskar Kokoschkas sowie dem Spätwerk Lovis Corinths schult. Von 1921 bis 1924 absolviert er Studienreisen nach Berlin, Paris und Sizilien. Dabei kommt er unter anderem mit dem Werk Paul Cézannes und Vincent van Goghs in Berührung. Ab 1935 ist er Professor der Allgemeinen Malerschule der Wiener Akademie, bis 1965 Leiter des Abendaktes, eine Postion in der er auf die folgende Künstlergeneration nachhaltigen Einfluss hat. Von 1945 bis 1946 sowie von 1962 bis 1965 ist er Rektor der Akademie. Seit 1952 ist er Mitglied der Wiener Secession, seit 1960 Ehrenmitglied. Er erhält zahlreiche Ehrungen (1934 Staatspreis, 1950 Preis der Stadt Wien, 1954 Ehrenring der Stadt Klagenfurt, 1964 Ehrenring der Stadt Wien). Sein Werk wird schon zu Lebzeiten in großen Ausstellungen gewürdigt (1946 Kollektivausstellung in Wien, 1950 Biennale in Venedig, 1954 Kollektivausstellung in München). Herbert Boeckl stirbt am 20. Jänner 1966.
Schätzpreis: von € 100.000,00 bis € 150.000,00
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