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Art. Nr.: 312
Gustav Klimt
(Wien 1862 - 1918 Wien) Stehender Akt in halber Drehung nach rechts Bleistift auf Papier 56 x 37,3 cm Um 1905-07 Signiert links unten: GUSTAV KLIMT Ungerahmt Provenienz: Galerie Welz, Salzburg; Österreichischer Privatbesitz Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen. Nachtrag 1878 - 1918. Band IV. Verlag Galerie Welz, Salzburg, 1989, S. 156f, Wv. 3581a (Abb.).
Gustav Klimt wird am 14. Juli 1862 in Wien als zweites Kind des Graveurs Ernst Klimt geboren. Von 1876 bis 1883 studiert er unter Ferdinand Laufberger und Julius Berger an der Wiener Kunstgewerbeschule. Mit seinem jüngeren Bruder Ernst und dem Maler Franz Matsch eröffnet Klimt 1883 ein eigenes Atelier. Die größten Aufträge erhalten sie mit der dekorativen Ausstattung von Theatergebäuden, die mit der Ausmalung der Deckenbilder in den Stiegenhäusern des Wiener Burgtheaters 1888 und den Zwickelbildern des kunsthistorischen Museums 1891 ihren Höhepunkt erreichen. Bei letzteren schlägt Gustav Klimt bereits einen eigenen Weg ein, der sich vom epigonenhaft-ornamentalen Stil von früher stark differenziert. Die Arbeitsgemeinschaft endet mit Ernst Klimts frühen Tod 1892. Nach mehrjähriger Arbeitspause, wo sich Klimt um eine Neuorientierung seines Stils bemüht, gründet er gemeinsam mit Wilhelm Bernatzik, Josef Engelhart, Josef Hoffmann, Carl Moll und Josef Olbrich 1897 die "Secession" und wird deren erster Präsident. In diese Zeit fallen der Beethovenfries und die Entwürfe für die Deckenbilder der Wiener Universität, die in ihrer Betonung des geistigen Elements in neuer figuraler und kompositioneller Präsentation auf Unverständnis und schroffe Ablehnung stoßen. Nach grundlegenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Sezession tritt Klimt 1905 mit einer Gruppe von Gleichgesinnten wieder aus. Im weiteren findet Klimt in Überwindung des traditionellen Erbes der Historienmalerei zu einer Ornamentalisierung der Naturform.
Schätzpreis: von € 50.000,00 bis € 100.000,00
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