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Art. Nr.: 620
Xenia Hausner
(Wien 1951 geb.) "Auf Rosen gebettet" Acryl auf Hartfaser 139 x 240 cm Rückseitig monogrammiert, datiert und betitelt: "Auf Rosen gebettet" X. H. 99
NORMALBESTEUERUNG
Xenia Hausner arbeitet nach dem Modell beziehungsweise mit den Modellen. Ihre Bilder entstehen in zahlreichen Sitzungen, wobei die Erfahrung des Gegenübers, auch dessen Nähe und die Zwiesprache zwischen Maler und Modell zustandekommt. Wenn davon die Rede war, daß Hausner ihre Bilder inszeniert, dann kommt dabei der Fotografie eine besondere Bedeutung zu. Die in ihrem Zueinander begriffenen und miteinander in Beziehung gebrachten Modelle werden vom Betrachter vor allem über ihre physiognomischen Charakteristika, aber auch über die Körpersprache erfahren. Hausner inszeniert die Personen wie auf einer Bühne, so daß der Eindruck und die Erfahrung größter Intensität entsteht. Sie erscheinen wie arretiert, aber durch die Frontalität jeweils auf uns beziehungsweise die Malerin bezogen. Die Körpersprache ist aufschlußreich. Xenia Hausner setzt die Fotografie vor allem ein, um ein Repertoire von Gesten und Haltungen zu entwerfen, aus denen sie dann jeweils Versatzstücke für die endgültige Fassung ihrer Bilder verwendet. Manchmal sind es nur Requisiten, ein Sofa, ein Schiffsrumpf, die sie für die weitere Arbeit aufzeichnet. Vergleichen wir nun die von ihr gemachten Fotografien, also die Polaroids, mit dem Endprodukt, dem Gemälde, für das diese Aufnahmen Arbeitsbehelf waren, so zeigt sich vor allem im spielerischen Charakter der fotografischen Aufnahmen ein Unterschied zur getragenen Malerei. Xenia Hausners Werk hat mit der bildgewordenen Herausforderung zu tun, die jeder Mensch in seiner Individualität bedeutet. Wesentlich ist ihr daher die Steigerung dieser Intensität, die Darstellung des Ausdruckswillens ihrer Figuren, die in der Mehrzahl starke Frauen sind. Haben die Fotografien keinen Kunst-, sondern bloßen Werkzeugcharakter.
Schätzpreis: von € 25.000,00 bis € 40.000,00
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