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Art. Nr.: 615
Hubert Schmalix
(Graz 1952 geb.) Los Angeles Öl auf Leinwand 244 x 198 cm 1990
Literatur: vergleiche: Hubert Schmalix, Ausst.-Kat. Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, 1994/95, Abb. S. 88
Mit seiner Übersiedlung nach Los Angeles Ende der achtziger Jahre kommt Hubert Schmalix ab 1988 zu einem neuen Motivbereich. Es sind Reihen von Einfamilien-Häusern, zunächst aus dem Mexikaner-Viertel von Los Angeles, dann kommen auch Parklandschaften dazu. Der Künstler malt diese großformatigen Bilder im Aufblick, quasi aus einer Art Vogelperspektive. Das Terrain ist aufgeklappt, so stehen die Häuser in ihrer horizontalen und vertikalen Gliederung übereinander. Dies ist ein altes Kompositionsprinzip, das schon aus der pompejanischen Malerei oder aus der mittelalterlichen Kunst bekannt ist. Parallelen gibt es beispielsweise auch zu den Städtebildern von Egon Schiele, der ebenfalls seine Häuserzeilen in die Malfläche projiziert und ein Übereinander der Bildelemente schafft. Aber Schmalix geht über diese Vorbilder entschieden hinaus. Er reduziert die Häuser auf ihre blockhaften prismatischen grundformen, setzt in sie plane Fenster- und Türformen ein, und nur in einigen Fällen werden andere Motive eingebracht, wie Bäume Straßen oder Straßenkreuzungen. In diesem Zusammenhang betont Lóránd Hegyi: "Die Malerei von Hubert Schmalix bietet ein überzeugendes, konsequent gestaltetes Beispiel, wie der Künstler die Tradition der Malerei von innen neu interpretieren und historische Referenzen mit Momenten des Alltagslebens konfrontieren kann. Dabei führt der Versuch, die Klassik neu zu formulieren, nie zu starrem Formalismus, sondern zu formaler Strenge und Kohärenz (...)." (Vgl. Hubert Schmalix, Ausstellungskatalog Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Wien 1995)
Schätzpreis: von € 18.000,00 bis € 28.000,00
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