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Art. Nr.: 521
Wolfgang Herzig
(Judenburg 1941 geb.) Hump Dump Öl auf Leinwand 180 x 140 cm Monogrammiert links unten: H.W. 2005
Wolfgang Herzigs Vater war Werkmeister in einer Judenburger Stahlgießerei; da weiß man um den Wert eines sicheren Einkommens Bescheid. Mit der Berufswahl seines Sohnes war er zwar einverstanden, lieber wäre ihm freilich gewesen, dieser hätte sich um eine werbegraphische Tätigkeit bemüht. Wolfgang Herzig, Jahrgang 1941, hatte freilich andere Pläne. Er studierte an der Kunstgewerbeschule in Graz, danach an der Akademie der bildenden Künste bei Sergius Pauser; er erhielt den Meisterschulpreis und im Jahr darauf (1965) den Abgangspreis. Eine finanzielle Basis stellte das natürlich nicht dar. Und als sich in den Jahren danach kein Mensch für seine Arbeit zu interessieren schien, wäre er, der mittlerweile eine Familie gegründet hatte, beinahe ein fest angestellter Theater- und Kulissenmaler geworden.
Eine Zeit lang hauste er mit Kurt Kocherscheidt in einer winzigen, Akademie-eigenen Wohnung; erst Otto Breicha brachte den Umschwung, als er in der Secession, wo sich unversehens eine Lücke im Programm ergeben hatte, eine Ausstellung mit Herzig, Kocherscheidt, Franz Ringel, Peter Pongratz, Martha Jungwirth und Robert Zeppel-Sperl organisierte. Völlig überraschend wurde diese Ausstellung ein großer Erfolg beim Publikum und in den Medien ¿ so, als hätte man auf das Neue, das diese Gruppe repräsentierte, geradezu gewartet. Was unter dem Titel ¿Wirklichkeiten¿ vorgestellt wurde, war frisch, frech, einigermaßen schräg und doch anspruchsvoll, herausfordernd und augenzwinkernd zugleich. Eine ¿Gruppe¿ waren die sechs Künstler freilich nie, obwohl man sie bis heute so bezeichnet. Die sechs Künstler der ¿Wirklichkeiten¿-Ausstellung waren zwar miteinander befreundet, ein gemeinsames Konzept hatten sie jedoch nie, ja, nicht einmal ihre Bild- und Vorstellungswelten kamen sich nahe.
Schätzpreis: von € 15.000,00 bis € 25.000,00
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