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Art. Nr.: Lot: 1476
Paul Friedrich Meyerheim
Aquarellistin in italienischem Städtchen. 1883. Öl auf Holz.
Rechts unten signiert und datiert. 36,1 : 28,7 cm (14,2 : 11,2 in). Paul Friedrich Meyerheim entstammt der Danziger Malerfamilie und ist der Sohn des in Berlin ansässigen Genremalers und Lithografen Eduard Friedrich Meyerheim. Er widmet sich der Tier-, Porträt-, und Genremalerei. Aber nicht nur als Maler, sondern auch als Illustrator von Märchen wird Meyerheim geschätzt. Seinen ersten künstlerischen Unterricht erhält er von seinem Vater, bevor er 1857 sein Studium an der Berliner Akademie aufnimmt. Studienreisen führen den Künstler nach Belgien, Holland und Paris, wo er ein Jahr lebt und arbeitet. Nach seiner Rückkehr lässt er sich in Berlin nieder und leitet ab 1883 die Tiermalklasse an der Berliner Akademie. Seit 1887 hat er dort einen Lehrstuhl inne. Zu Meyerheims bedeutendsten Schülern zählen u.a. die Tierbildhauer August Gaul und Friedrich Franz Brockmüller. Meyerheims Landschaftsmalerei ist beeinflusst von der atmosphärischen Freilichtmalerei der Schule von Barbizon. Zudem steht er in Kontakt zu Adolf von Menzel, dem er 1906 die illustrierte Künstlermonografie "Adolf von Menzel. Erinnerungen" widmet.
Der Einfluss Menzels zeigt sich auch im vorliegenden Gemälde. Der lockere Duktus und die pointierte Lichtführung sind ganz dem bedeutenden deutschen Realisten verpflichtet. Der spannungsreiche Bildaufbau und die gekonnte Behandlung der Details belegen das kompositorische und malerische Können Meyerheims, die das Gemälde zu einem Schmuckstück der deutschen Malerei der 1880er Jahre machen.
Werke von Paul Friedrich Meyerheim finden sich in den Sammlungen vieler deutscher Museen, wie der Nationalgalerie Berlin, dem Städel Museum in Frankfurt oder der Hamburger Kunsthalle. [AS]
PROVENIENZ: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.
Mit zwei Quersteben parkettiert. Sehr guter und farbfrischer Gesamteindruck. Kanten rahmungsbedingt mit wenigen winzigen Bereibungen.
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