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Art. Nr.: 225
Franz von Kobell
(Mannheim 1749–1822 München) Klassische Landschaft mit Pyramide, Feder in Braun auf Bütten, 12,6 x 18 cm, Passep., o. R., (Sch)
Der Bildgedanke der römischen Ruinenlandschaft ist in dieser Zeichnung auf eine kaum noch verkürzbare Bildformel gebracht. In dieser Verkürzung und in der recht schwungvollen graphischen Inszenierung der Bildzeichen liegt der eigentümliche Reiz dieses kleinen Blattes, das so zu einer Chiffre der Italiensehnsucht und Antikenverehrung wird. Franz Kobell reiste nur einmal nach Rom. Sein Aufenthalt dauerte von 1779 bis 1784. In Rom fand er ausführliche Gelegenheit zum Studium der für ihn vorbildlichen Landschafter des 17. Jahrhunderts, zu denen er auch Jan Both aber vor allem Claude Lorrain zählte. Der unglaublich produktive Zeichner zehrte den Rest seines Lebens von den in Italien gewonnenen Eindrücken. Der vorliegenden Zeichnung vergleichbar ist Franz Kobells ”Landschaft mit Tempelruine” (Bestandskatalog Kunsthalle Mannheim, N.144).
Literatur:
Thomas Herbig, Franz Kobell. Ein Landschaftszeichner um 1800. Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen. Stein: Edition Idea 1997; Manfred Fath (Hg.): Die Zeichnungen und Aquarelle des 19. Jahrhunderts der Kunsthalle Mannheim, Bd. 1/2, Vom Klassizismus zur Spätromantik, 1770–1860, (zu Kobell, Abb. 107–150).
Schätzpreis: von € 800,00 bis € 1.000,00
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