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Art. Nr.: 161
Alexandre Bida
(Toulouse 1813–1895 Bühl) Studie einer stehenden Frau in Renaissance-Kostüm, schwarze Kreide, Spuren von Weißhöhung, auf blauem Papier, am rechten unteren Rand in Bleistift monogrammiert B, 24,8 x 15,8 cm, leicht auf Unterlage fixiert, Passep., o. R., (Sch)
Alexandre Bida galt zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Zeichner des 19. Jahrhunderts. Er studierte gemeinsam mit Eugène Delacroix in Paris, der ihn, wie auch Gabriel-Alexandre Decamps und Auguste Raffet zu orientalistischen Themen und Sujets inspirierte. Seine ersten Anregungen dazu erhält er bereits in frühen Jahren auf einer Reise nach Syrien und Constantinopel. Auch auf seinem Debüt im Pariser Salon 1847 zeigt er zwei Zeichnungen von einem “Café in Constantinopel” und einem “Café am Bosphorus”; beide Werke wurden damals vom Staat angekauft. 1850 reist Bida nach Ägypten, 1855 besucht er Griechenland, die Türkei und Crimea und stellt daneben regelmäßig in den Salons aus, in denen er nur detailliert ausgeführte Zeichnungen zeigt. Bida war auch mit einigen Projekten für Buchillustrationen betraut, darunter eine Ausgabe der gesammelten Werke von Molière im Jahre 1860, von Alfred de Musset 1875 sowie eine prachtvoll illustrierte Bibel, veröffentlicht von Hachette im Jahre 1875. Eine große Anzahl seiner Zeichnungen befindet sich heute im Louvre und dem Museum bei Pontoise. Auch bei dem vorliegenden Blatt könnte es sich um einen Entwurf für eine Buchillustration handeln. Eine ähnliche Figur auf blauem Papier, ein Entwurf für eine Titelseite oder ein Frontispiz mit einer stehenden allegorischen, weiblichen Figur, die sich an einen Sockel lehnt, bezeichnet “Les Cimitières de France”, wurde 1977 und 2001 auf dem Londoner Kunstmarkt verkauft (London, Hazlitt, Gooden & Fox, Nineteenth Century French Drawings, Ausst. Kat. 1977, Nr.29; London, Philips, 12. Dezember 2001, Lot 73).
Schätzpreis: von € 1.200,00 bis € 1.600,00
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