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Kunsthandel W.& K.

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Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 12

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Maritime Motive

Art. Nr.: 3
LYONEL FEININGER New York 1871 - 1956 New York
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SEGELSCHIFF MIT SCHWARZEN UND GELBEN SEGELN, 1933

Aquarell und Tuschfeder auf Velin, 205 – 207 x 194 – 197 mm
Signiert und datiert links unten: Feininger | 1933
Bezeichnet links unten: Herrn Richard Doetsch=Benziger, mit herzlichem Weihnachtsgruss!
Verso: Stempel: Richard Doetsch-Benziger | Basel
Gemäß Echtheitszertifikat Nr. 207-9-11-07 von Achim Moeller, New York, datiert 11. September 2007, wird diese Papierarbeit im Archiv für Lyonel Feiningers Zeichnungen und Aquarelle erfasst.

Die Wurzeln für Feiningers Segelsport – Enthusiasmus liegen wie die vieler seiner Sehnsüchte und Leidenschaften in New York. Als Vierzehnjähriger erlebte Feininger zum ersten Mal die in der New Yorker Bucht ausgetragenen Rennen um den America’s Cup. In seinem autobiographischen Essay bemerkt er hierzu: „I was intensively interested in yacht races for the American’s Cup in `85, `86 and `87, the yachts Puritan, Mayflower and Volunteer (…).” Die siegreichen amerikanischen Boote des America’s Cup waren damals berühmt und faszinierten den jungen Feininger so sehr, dass er schon als Kind damit begann, funktionstüchtige Jachtmodelle zu bauen. Anregungen hierzu bot ihm auch das Buch Yacht und Yachting von Fred Cozzens, ein Geschenk seiner Mutter. Der prächtige Bildband, den er bei seiner Übersiedelung nach Deutschland im Jahr 1887 mit im Gepäck hatte, war sein Lieblingsbuch.Feiningers Zeichnung zeigt eine Jacht mit einem dunklen Groß- und einem gelben Topsegel. An Bord ist die Silhouette eines Menschen zu sehen, wie man sie als „menschlicher Maßstab“ – so Feininger – auch aus seinen Architekturbildern kennt. Während die großen Flächen der Segel und das Wasser in Gelb, Schwarz und Ocker ausgemalt sind, werden Takelage, Bootskörper und Figur nur durch ein Gefüge schwarzer, mit dem Lineal gezogener Federstriche umrissen. Wie ein Pfeil liegt das Boot auf den Wellen. Das Blatt zeigt den sich in den 30er Jahren durchsetzenden, flächigen Kompositionsstil, bei dem Feininger die gerade Linie konstruktiver Zeichnungen mit einer für die Druckgraphik typischen Flächenbehandlung verbindet.

Martin Faass

Literatur: Hans Hess: Lyonel Feininger. W. Kohlhammer Verlag. Stuttgart 1959.


Band 12
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