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Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 12

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Maritime Motive

Art. Nr.: 5
LYONEL FEININGER New York 1871 - 1956 New York
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SEGELBOOTE UND BOJE, 1944

Aquarell, Gouache, Tusche und Tuschfeder auf Papier, 194 x 279 mm
Signiert links unten: Feininger
Datiert rechts unten: 21 June 1944
Gemäß Echtheitszertifikat Nr. 223-5-27-08 von Achim Moeller, New York, datiert 27. Mai 2008, wird diese Papierarbeit im Archiv für Lyonel Feiningers Zeichnungen und Aquarelle erfasst.

Lyonel Feininger, 1871 in New York geboren, war von Jugend an mit Schiffen vertraut. New York gehörte damals zu den wichtigsten Hafenstädten der Welt. Auf dem Hudson und dem East River drängten sich Fähren, große Klipper und kraftvolle Raddampfer. Sie alle beflügelten die Phantasie des jungen Feininger. Sie machten die Ferne greifbar und entführten ihn in die Welt der Abenteuer und Entdeckungen. Feininger wandte sich in seinen Kompositionen zunächst historischen Schiffstypen zu. Dabei geht er über die Zeit seiner eigenen Jugend oft weiter in die Vergangenheit zurück und beschwört mit seinen Darstellungen von Galeonen, Pinassschiffen, Fregatten und Linienschiffen das goldene Zeitalter des Segelschiffbaus. Oft kombiniert er die altertümlichen Fahrzeuge mit karnevalesk anmutenden Gestalten in Biedermeierkostümen und schafft auf diese Weise rätselhafte, phantastische Szenen. Mit der Wahl seiner Motive setzt Feininger sich in einen bewussten Gegensatz zu der von Kaiser Wilhelm II. geförderten Marinemalerei, in der die moderne Schiffs- und Waffentechnik mit großer Geste gefeiert wurde. Wie diese Malerei vom Ende des 19. Jahrhundert, so stand auch das Jahr 1944, in dem das Blatt entstand, im Zeichen des Krieges. Wie aus der Zeit entrückt wirkt dagegen die Zeichnung Feiningers, in der er mit sicherem Strich fast zerbrechlich wirkende Segelschiffe zeigt: im Hintergrund links eine altertümliche Schonerbrigg mit Geschützpforten, im Vordergrund ein großer Dreimaster und hinten rechts eine elegante Ketsch. Die abstrahierende Darstellung im graphischen Stil des Spätwerkes unterstreicht die Gegenwartsferne der Situation.

Martin Faass

Literatur: Hans Hess: Lyonel Feininger. W. Kohlhammer Verlag. Stuttgart 1959.


Band 12
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