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Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 12

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Blumen, Pflanzen

Art. Nr.: 27
EMIL NOLDE Nolde/Schleswig-Holstein 1867 - 1956 Seebüll/Holstein
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BLUMENSTILLLEBEN MIT ROTEN UND GELBEN BLÜTEN, um 1930/35

Aquarell auf Japanpapier, 333 x 466 mm (335 x 468 mm)
Signiert rechts unten mit Feder und schwarzer Tusche: Nolde
Echtheitsbestätigung von Dr. Manfred Reuther / Stiftung Ada und Emil Nolde, Seebüll vom 22. April 2008. Die Arbeit ist in der Nolde-Stiftung, Seebüll registriert.

Vergleichbar dem berühmten Garten Monets in Giverny schuf sich Nolde ab 1927 ein blühendes Refugium direkt an seinem Wohn- und Atelierhaus in Seebüll. Viele Blumenaquarelle, so auch das hier gezeigte, haben einen direkten Bezug zu seinem Garten. Blühende Pflanzen inspirierten Noldes Schaffen, nicht wenige Werke des Künstlers zeugen davon: „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an, und fast plötzlich war ich beim Malen. […] Die blühenden Farben der Blumen und die Reinheit dieser Farben, ich liebte sie. Ich liebte die Blumen in ihrem Schicksal: empor sprießend, blühend, leuchtend, glühend, beglückend, sich neigend, verwelkend, verworfen in der Grube endend“ bekannte Nolde. Die Art, wie er die Blumen aus nächster Nähe und ohne genauer definierten Hintergrund darstellte, aus dem einfühlenden Erleben der Natur heraus, hat mit dem klassischen Blumenstillleben wenig gemein. Dekorativ in einer Vase arrangierte Blumensträuße interessierten Nolde nicht, er schätzte die wachsende Pflanze als Teil der lebendigen Natur. Ihn faszinierte ihre Blüte, die er farbintensiv – wie es nur das Aquarell zulässt – auf das feuchte Japanpapier bannte. Botanische Details werden aufgegeben, wenn Blütenblätter und -böden nass-in-nass ineinander fließende „Farbmeere“ bilden. Die Transparenz des Aquarells steigert das glühende Kolorit der in der Sonne leuchtenden Sommerblumen noch.
Noldes beispielhaftes Blumenaquarell trägt in dem sichtbaren emphatischen Entstehungsprozess, der malerischen Geste, der Vereinfachung der Form, der Loslösung der Farbe und der Unmittelbarkeit des Ausdrucks markante Kennzeichen des Expressionismus.

Christiane Remm


Band 12
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