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Art. Nr.:
PAYSAGE D’ASCONA, 1932
VICTOR TISCHLER Wien 1890 – 1951 Beaulieu-sur-Mer
Öl auf Leinwand, 60,5 x 81cm
Signiert links unten: V. Tischler
Verso: Bezeichnet, betitelt und datiert:
Victor Tischler, Paysage d’Ascona 1932
Zwei Jahre nach der Übersiedelung Tischlers nach Paris entsteht „Paysage d’Ascona“. Das Bild besticht durch seine ruhige Landschaftsarchitektur, die bei den Bäumen im Vordergrund beginnend über die Gebäude in der Bildmitte bis in die Bergketten des Hintergrundes wächst. Es ist Mittagszeit, die Bewohner Asconas haben sich vor der Hitze in ihre Häuser geflüchtet. Die Sonne taucht die Architektur in gleißendes Licht, nur unter der Baumreihe im Vordergrund findet man Zuflucht im Schatten. Das Blau der Schattenumrisse findet sich in der Bergkette im Hintergrund wieder und gibt dem Bild kompositorischen Zusammenhalt. Der hinterste Berggipfel verschwimmt in der Ferne und geht farblich im hellen Blau des Himmels auf. Hier folgt Tischler einem von Paul Cézanne entwickelten Prinzip: die Farbe wird nicht auf Pinselstriche und Pigmentpunkte reduziert, sondern erhält den Charakter ineinandergreifender Farbpläne. Das Räumlich – Atmosphärische wird zurückgenommen zugunsten eines Flächengewebes, das die Bildfläche bis in den letzten Zentimeter ausfüllt. Es geht ihm nicht darum, einen flüchtigen Wirklichkeitseindruck festzuhalten, sondern Gesehenes zu verdichten und zusammenzufassen, er will in seiner Kunst „die Ewigkeit der Natur sichtbar machen“ und eine „Harmonie parallel zur Natur“ (Cézanne) schaffen. Tischler folgt hier auch den Prinzipien der „Neuen Sachlichkeit“ die Rudolf Wacker bereits 1923 formuliert: „Die Errungenschaften des Expressionismus und Kubismus (Flächenaufteilung, Farbigkeit, vereinfachte, wesenhafte Zeichnung) wären zu bewahren und in der neuen Form zu verfestigen, die – nach der Mitte zwischen Objekt und Subjekt trachtend – zu einer neuen Klassizität führen können.“
Preis auf Anfrage:
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