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Art. Nr.:
HERBSTSTRÄUSSCHEN, 1937
RUDOLF WACKER Bregenz 1893 – 1939 Bregenz
Öl auf Holz, 34 x 26 cm
Signiert rechts unten: R. Wacker
In der Auswahl der für seine Bilder verwendeten Sujets spiegeln sich Wackers eigene Befindlichkeit und die politische und soziale Situation seiner Zeit wider. Während er in seiner Jugend und als junger Mann kräftige, saftstrotzende Blumen zeichnete und malte, tauchen mit dem erstarkenden Nationalsozialismus und der sich abzeichnenden Katastrophe ab den 30iger Jahren verdorrte und welkende Pflanzen in seinen Gemälden auf. Wackers schlechter Gesundheitszustand, sein Leiden unter den Verfolgungen von Menschen und Kunst im Dritten Reich, schlägt sich in den Allegorien der „verdorrten Herbststräuße“ nieder. In den letzten Jahren vor seinem Tod, 1933 – 1938, nehmen die sterbenden Blumen und die verwelkten Blätter den größten Raum in seinem Werk ein: “Verdorrte Sträuße (Herbstblätter, Lampionblumen, verdorrte Zinnien, verschiedene Schoten, Kresseblätter etc.) Sie haben nicht die gleißenden, aufdringlichen Farben frischer Blumen, stiller sind sie, wie aus Staub aufglimmend. Es liegt eine unbemerkte Schönheit in diesen im Sterben erstarrten Formen und nachglühenden Farben. Sie haben ihre sinnliche Üppigkeit verloren und – Symbole des Welkens und Vergehens, sind sie doch reich noch von den Spuren des Lebens und voller Bedeutung. Ich bin ja ein Anwalt der unbeachteten, bescheidenen Dinge. Es ist ein kleiner Beitrag neuer Sujets, die nie von ungefähr kommen und ohne Sinn sind. (Einzig van Gogh’s dürre Sonnenblumen fallen mir ein, er, der Vielenthaltende, hat auch dies gesehen.) – „Übrigens ist es unangenehm, neben den frischen Blumen der Vasen, gemalte an den Wänden zu sehen, es ist aber ein Anderes, die verdorrten im Bilde in bleibender Lebendigkeit zu halten“ (Tagebuch, Rudolf Wacker, 10.11.34).
Preis auf Anfrage:
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