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Art. Nr.:
SCHISPRINGER, um 1923/25
ALFONS WALDE Oberndorf 1891 – 1958 Kitzbühel
Öl, Tempera auf Papier auf Leinwand,
180 x 101 cm
Signiert links unten: Walde
Der Schispringer schwebt dem in der Tiefe liegenden Aufsprungfeld entgegen. Dicht gedrängt reihen sich die Zuschauer entlang der Absperrung. Im Wind wehende weißrote Fahnen verleihen der Veranstaltung einen festlichen Charakter. Stattliche Bauerngehöfte am Gegenhang lokalisieren das Geschehen in eine ländliche Gegend.
Das Motiv ist geprägt von der eindrucksvollen Raum- und Lichtbildung in der Gegenüberstellung von schattig dumpfer Tonigkeit im Vordergrund und hellen Partien der Schneelandschaft im Hintergrund. Einer ausgeschnittenen Schattenfigur gleich beherrscht der Schispringer diese Raumbühne.
Alfons Walde hat mit den Schispringern, Schi-, Bob- oder Schlittenfahrern die sportliche und gesellschaftliche Bedeutung der Winteraktivitäten im Kitzbüheler Raum verbildlicht. Das Motiv des Schispringens auf der Grubschanze in Kitzbühel nimmt als Stimmungs- und Ereignissujet eine besondere Position im Œuvre Waldes ein: Ein koloristisch geprägtes Gemälde aus dem Jahre 1925 in Privatbesitz und ein formal nur gering variiertes, in der Farbgebung dem vorliegenden Sujet ähnlich konzipiertes Gemälde im Museum Kitzbühel zeigen dies deutlich. Das vorliegende Gemälde ist durch die ausdruckstarke, ja fast dramatische Formensprache zu einem Symbolbild des Wintersportes geworden.
Wohl in unmittelbarer Folge dürfte das Motiv des Schispringers auf dem Plakat des „Großen internationalen Ski-Springen verbunden mit Länder-Wettkampf in Kitzbühel am Sonntag, 21. Februar 1926, halb 2 Uhr nachmittags, auf der Grubschanze“ entstanden sein.
Preis auf Anfrage:
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Band 09
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