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Art. Nr.: MAX WEILER
FARBLANDSCHAFT, 1989
Eitempera auf grundiertem, handgeschöpftem Bütten, 1020 x 615 mm
Signiert und datiert rechts unten: Weiler 89
Die späten Arbeiten Max Weilers resümieren sechzig Jahre eines großen malerischen Œuvres und zeigen die entsprechende Souveränität in der Anwendung der selbst entwickelten Motive, in einer heute ungewohnten Zweckbestimmung von Malerei überhaupt. „Farblandschaften“ wie die vorliegende sagen schon im Titel, dass diese Malerei nicht von konkreter Naturwiedergaben handelt, sondern auf abstrakte und metaphysische Bereiche abzielt. Weiler verbindet so die drei durchaus verschiedenartigen Traditionen des „Landschaftens“, der malerischen Abstraktion und der religiösen Funktionen der Kunst. In den Arbeiten auf Papier – konkret in Tempera auf handgeschöpftem Bütten – wird diese Welt des Schwebens und Meditierens ohne Verlust der Bildintensität ins kleine Format gebracht. Die mönchische Technik der Tempera, die jedwedem Glanz skeptisch begegnet und Farbe nur aus sich selbst wirken lässt, zieht den Betrachter stärker in die Bildräume hinein als es irgendeine andere Farbe könnte. Das Geistige der Naturschönheit wird hier gleichsam in Brevierform angeboten.
Preis auf Anfrage:
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Band 09
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