|
Art. Nr.: MAX WEILER
LUFT DER FRÜHE, 1972
Eitempera auf Leinwand, 100 x 100 cm
Signiert und datiert rechts unten: Weiler 72
„Andenken an Formen der Wirklichkeit“ nannte Weiler beziehungsreich eines der Ziele seiner Landschaftsmalerei der Zeit um 1970. Assoziationsangebote, die, so Gottfried Boehm, „das Gefühl ansprechen wollen, aber nicht umgekehrt, aus Gefühl gemacht“ sind. Mit dieser zivilisationskritischen Haltung, die Weiler zum Entstehungszeitpunkt dieses Bildes bereits über vierzig Jahre lang kontinuierlich aufgebaut hatte, zeigt er Alternativen zum damaligen Zeitgeist von Neuem Realismus und Medienkunst auf. Der Verkünstlichung unserer Umwelt, so könnte man daraus ableiten, will Weiler mit dem Gegenteil antworten, einer Kunst-Natur, die „echte“ Natur rekonstruiert und den Betrachter letztlich auf sie zurückführen soll. Die kontemplative Haltung, die dafür nötig ist und die von diesen bannenden Bildern wie von selbst erzeugt wird, ist dem Kunstkonzept Weilers schon seit seinem Jugendwerk in der reformchristlichen Bewegung „Neuland“ eingeschrieben. Ab 1970 wird dieser Ansatz durch diese Bilder mit „tönenden Gründen“ zu jenem Gipfelpunkt gesteigert, den bald die „Vier Wände“ (1973-77) in einer umfassenden Rauminszenierung bilden sollten.
Preis auf Anfrage:
|