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Art. Nr.:
LANDSCHAFT AM ABEND, 1971
MAX WEILER Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien
Eitempera auf Leinwand, 85 x 146 cm
Signiert und datiert rechts unten: Weiler 71
In seiner großen Weiler-Monographie beschreibt Gottfried Boehm anhand dieses und einiger anderer, eng verwandter Bilder eine „Umkehr der visuellen Ordnung“ traditioneller Bildstruktur. „Tönende Gründe“ in intensiver Farbigkeit ersetzen hier, so Boehm, die alte Transparenz des hellen Bildraums. Ein Effekt dieser neuartigen Behandlung des Lichts (weder Lichtquellen noch Schatten sind in diesen Ideenlandschaften zu finden) ist der Verlust jedweder Plastizität der abstrakten Formen – eine fast hypnotische Wirkung solcher Endlos- oder Nicht-Räume, wie sie schon Gustav Klimt entwarf, ist die Folge davon. Kein Licht, kein Glanz, kein Raum – Weiler drängt hier alles zur Konzentration auf Farbe, die trotz ihrer Leuchtintensität fast entmaterialisiert erscheint. In seinen „Tag- und Nachtheften“ beschreibt Weiler das Programm dieser Bilderserie: „Diese Bilder sind ganz künstliche Landschaften, künstliche Formen, die Natur suggerieren sollen. Erfindungen meiner eigenen Landschaften. Erfundene Formen neuerer Naturen in schönen Farben. Gebildete Phantasie, Andenken an Formen der Wirklichkeit“.
Preis auf Anfrage:
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