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Art. Nr.:
MANN VOR RUINE, 1932
JOSEF FLOCH Wien 1894 – 1977 New York
Öl auf Leinwand, 65,5 x 81 cm
Verso bezeichnet:
Joseph Floch | Man near ruin | 1932
Im Frühjahr 1932 unternimmt Josef Floch eine Reise durch die verschiedenen Provinzen Spaniens. In seinem Tagebuch notiert er dazu folgende Vermerke: „… sehr ergebnisreich, Vegetationsskizzen, begonnen zu aquarellieren“. Ebenso finden die Stadt Gibraltar und die Provinz Murcia besondere Erwähnung. Die am Mittelmeer liegende Region im Südosten Spaniens unterhielt ehemals Handelsbeziehungen mit Phöniziern sowie Griechen und wurde später erst karthagische dann römische Provinz.
Im Umland dieser überlieferten Handelsroute entstand wohl an einer der Ausgrabungsstätten vorliegendes Werk. Im Mittelpunkt stehen die Reste eines historischen Portals an dessen Stufen ein Mann in stehender Position verweilt. Der Bildaufbau wirkt zufälliger und weniger streng strukturiert: Die Figur spielt eine geringere Rolle als etwa noch in der biblisch anmutenden Szenerie „Der Hirte“ (WVZ 90, 1924), wo sie ein integrierter Bestandteil der Landschaftsarchitektur bleibt; gleichzeitig hat sie aber eine bedeutendere Funktion, als das am Fuße des Felsen in „Castellane II“ (WVZ 235, 1930) kauernde Individuum. Eine kompakte Harmonie der Komposition erzielt Floch über die, das Raumgefüge begleitenden Mauerreste und den bewussten Einsatz einer gedämpften Farbskala: Das Graugrün des diesigen Frühjahrshimmels spiegelt die friedliche Stille der Szene, der nur partiell erkennbare Pflanzenbewuchs bleibt in der Minderheit, während die grüne Farblasur die zögerliche Einnahme der Ruine seitens der Natur andeutungsweise visualisiert.
Preis auf Anfrage:
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Band 09
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