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Art. Nr.:
BADENDE IN COLLIOURE II, 1
JOSEF FLOCH Wien 1894 – 1977 New York
Öl auf Leinwand, 98 x 94 cm
Signiert rechts unten: Floch
1925 emigriert Josef Floch nach Paris und avanciert innerhalb kurzer Zeit zu einem wesentlichen Vertreter der Pariser Schule. In seiner Kunst vollziehen sich maßgebliche Änderungen: Die Farbpalette wird an das unverwechselbare harte silbrige Licht (Süd)Frankreichs angepasst und kompositorisch durchwegs gesetzmäßige Ordnung angestrebt. Der Malstil erinnert – wie in vorliegendem Werk – an Freskomalerei, die er wiederum durch einen förmlich-hierarchischen Bildaufbau und pastelliges Couleur betont.
Wie der Titel des Bildes bezeichnet, entstand es in Collioure, einem ab 1904 zuerst von den Fauves und später anderen Malern gern besuchten alten Fischerdorf bzw. Küstenstädtchen an der Côte Vermeille nördlich der Pyrenäen.
Floch inszeniert seine Figuren am rechten Ausläufer der Bucht, begrenzt von einem im Wasser liegenden Segelschiff einerseits, sowie von der das rechte obere Bilddrittel bestimmenden Stadtarchitektur und dem dort mündenden Strandabschnitt andererseits.
Die Komposition ist weniger bühnenartig als im Folgewerk (Badende und Fischer, WVZ 171) angelegt. Die Statik der Figuren wird über den weicheren Malstil und über den eingefangenen Moment der Bewegung aufgelockert. Die Dargestellten bleiben anonym, auch wenn Floch die Physiognomie stärker betont: Wie in den Porträtstücken dieser Werkphase dominieren die Modigliani-haft leichte Überlängung der Gesichtspartie sowie scharfe Konturen der Augenbrauen und Nase, die dieser Momentaufnahme einer sommerlichen Szenerie formellen Charakter verleihen.
Preis auf Anfrage:
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Band 09
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