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Art. Nr.:
MÄDCHENBILDNIS, um 1935
GUSTAV HESSING Czernowitz (Bukowina) 1909 – 1981 Wien
Öl auf Leinwand, 88 x 67 cm
Im Bildnis des jungen Mädchens knüpft Hessing an sein großes Vorbild Rembrandt an. Die Figur der jungen Frau wird aus dem dunklen Hintergrund herausgearbeitet und durch starkes von der linken Seite kommendes Kunstlicht beleuchtet. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf das Gesicht der Dargestellten gelenkt, auf die wachen, fragenden Gesichtszüge und den hellroten Mund der sich gleich öffnen und zu sprechen beginnen wird.
Das Haar der Frau ist mit einem Kranz aus weißen Blumen geschmückt, der mit dem Weiß der Brosche am roten Kleid korrespondiert. Der Körper der Sitzenden ist nur schemenhaft dargestellt, dennoch haben jeder Farbfleck, jede Schattierung ihre festgrundierte Begründung. Nichts ist zufällig oder willkürlich gesetzt. Die einzelnen Farbschichten wachsen in einem langen Prozess zusammen, Farbfelder verdichten und erweitern sich, die Massen werden gleichmäßig verteilt, sodass schließlich ein gewachsener Körper daraus entsteht.
Hessings Porträts haben fast stilllebenhaften Charakter. Die Personen sind in einem Zustand der Stille und Bewegungslosigkeit, gleichsam verharrend dargestellt. Dieses Innehalten, dieses Herausnehmen eines bestimmten Momentes eines Menschenlebens verleihen dem Bildnis eine Allgemeingültigkeit, die über das Abbilden eines Einzelindividuums hinausreicht.
Preis auf Anfrage:
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