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Art. Nr.:
MARY MEERSON, 1931
OSKAR KOKOSCHKA Pöchlarn 1886 – 1980 Montreux
Rötel auf Papier, 572 x 446 mm
Widmung, signiert und datiert links unten:
Meinem lieben Freund | Halosz zur Erinnerung
Paris 31 O Kokoschka
Die aus St. Petersburg stammende Tänzerin Mary Meerson (in der älteren Literatur fälschlich "Merson" genannt) kam als Mitglied von Sergei Diaghilevs "Balletts Russes" nach Paris. Sie war mit dem russischen Maler und Filmausstatter Lazare Meerson verheiratet und nach dessen Tod 1938 langjährige Mitarbeiterin und Lebensgefährtin des Begründers der Cinémathèque Française, Henri Langlois. Die extravagante Kosmopolitin – sie soll neben Russisch noch Bulgarisch, Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch, Jiddisch, Mandarin-Chinesisch und Sanskrit gesprochen haben - pflegte einen mondänen Lebenswandel. Als "Muse vom Montparnasse" war sie umschwärmter Mittelpunkt der Pariser Kunstszene und begehrtes Modell zahlreicher bedeutender Künstler, die von ihrer Attraktivität und ihrem geheimnisvollen Charme fasziniert waren. Picasso meinte, sie sei die schönste Frau der Welt. Auch Oskar Kokoschka, der 1931 nach dem Selbstmord seines Malerfreundes Jules Pascin, dessen Haus er im Künstlerviertel Montparnasse bezogen hatte, geriet in den Bann ihrer verführerischen Ausstrahlung. In mehr als fünfzig Blättern zeichnete er sie als Porträt, halb- und ganzfigurig, teilweise bekleidet oder als Akt. Die Zeichnungen sind durchwegs mit dem Rötelstift ausgeführt, dessen warmer Farbton und "malerisch" weicher Strich den sinnlich-femininen Reiz des Modells in vollkommener Weise zum Ausdruck bringt.
Preis auf Anfrage:
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