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Art. Nr.:
SCHLAFENDES MÄDCHEN, 1929
FRANZ LERCH Wien 1895 – 1977 New York
Öl auf Leinwand, 30,5 x 40,5 cm
Signiert und datiert rechts oben: Lerch 29
Das „Schlafende Mädchen“ bringt die „Philosophie“ der österreichischen Neuen Sachlichkeit auf den Punkt: Anders als in der deutschen Variante dieser Strömung der Moderne stand in Wien nicht das Bizarre oder allzu Wahre im Mittelpunkt der Schilderung, sondern das Poetische, Melancholische, von manchen Autoren auch als „lyrisch“ Bezeichnete. Das Motiv der auf dem Bett kauernden Figur – vermutlich ist es die Steffie, die Gattin und das bevorzugte Modell des Künstlers – ist in zwei Varianten bekannt, von denen die größere sich im Wien-Museum befindet. Die vorliegende kleinere Variante ist offener, lockerer gemalt und zeigt vorne auch das zusätzliche Motiv einer Blumenvase. Das größere Bild ist später und glatter, das kleinere früher und bewegter. Dieser Umstand deutet auf einen Prozess des Beruhigens, eine Bewegung hin zum Klassischen, zur festen, gültigen, end-gültigen Form. Lerchs Meisterschaft liegt unter anderem auch darin, selbst in jener „endgültigen“ Form noch die emotionale Ebene spürbar zu halten, also keinerlei „kalten“ Klassizismus aufkommen zu lassen.
Preis auf Anfrage:
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