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Art. Nr.: FRANZ LERCH
Driftwood, 1955 – 65
Öl auf Leinwand, 50,5 x 61 cm
Signaturstempel links unten: Lerch
Dieses Bild, das in den späten fünfziger oder frühen sechziger Jahren entstanden sein könnte, zeigt deutliche Einflüsse der New Yorker Landschaftsmalerei jener Zeit. Dabei ist es aufschlußreich, welcher Fraktion innerhalb der seit dem Kriegsbeginn und der Ankunft vieler europäischer Flüchtlinge schier berstenden Künstlerpopulation der großen amerikanischen Metropole sich Lerch anschloß. Denn mit den Surrealisten, Kubisten, Expressionisten, den amerikanischen sachlichen Malern und vielen anderen Positionen standen entsprechende Kontakte fast für jede künstlerische Neigung zur Verfügung. Lerch wählte die Gruppe um Marsden Hartley und Milton Avery als die ihm nahestehendste Anregung und reiste wie diese Meister des öfteren nach Maine, um dort seine entspannten Küstenbilder zu malen. Auch die Wahl des Treibholzes als künstlerisches Motiv entspricht ganz dem Interesse dieser Maler an den poetischen Naturstrukturen der Küste. Anders als die Surrealisten, die sich vor allem für die Bizarrerie angeschwemmter Vegetation interessierten, schildert Lerch hier eher die kompositorisch ordnende Kraft, die von derartigen Strukturen ausgeht. Die flächige Schilderung mit Konturen ist typisch für die mittleren Jahre seiner Emigration, die strenge, kühle Palette vermittelt vieles von den Eigenschaften dieser Küstenszenerien.
Preis auf Anfrage:
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